Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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die  dadurch  in  Oldenburg  gegen  Bremen  eintrat,  war  bekanntlich
die  Veranlassung  zur  Verlegung  des  Schwerpunktes  auf  das  hannoversche ­
  Ufer  von  Brake  nach  dem  von  Hannover  zum  Hafenbau
abgetretenen  Gelände  von  Bremerhaven 1 ),  wodurch  Brake  in  den
nächsten  Jahren  vier  Fünftel  seines  Verkehrs  verlor 2 ).
Der  Brunshauser  oder  Stader  Zoll,  den  Hannover  auf  der  Elbe
erhob,  und  ebenfalls  als  Seezoll  verteidigte,  konnte  erst  in  den
sechziger  Jahren  abgelöst  werden 3 ),  wurde  in  der  Elbschiffahrtsakte
seinerzeit  ausgeschieden 4 ).
im  19.  Jahrh.,  I.  Bd.,  Oldeub.  i.  G.  1899,  S.  57  ff.,  294,  301  ff.,  365  n.  a.;
Georg  Sello,  Oldenbgs.  Seeschiffahrt,  Pfingstblätter  d.  Hansischen  Geschichtsvereins, ­
  Blatt  II,  Leipzig  1906,  S.  19  ff.;  die  bremischen  Chroniken;  G.  F.
de  Martens,  Ch.  de  Martens,  Recueil  des  traites,  II 6  ed,,  tome  VII.,
Gottingue  1831,  p.  462,  463,  488,  542,  533  et  suiv.,  560;  G.  F.  de  Martens,
Nouveau  recueil  de  traites,  tome  IV.,  Gottingue  1820,  p.  653,  646  et  suiv;
Joh.  Ludw.  Klüber,  Acten  des  Wiener  Congresses  in  d.  Jahren  1814  u.  15,
III.  Bd.,  Erlangen  1815,  S.  167,  174  ff.,  etc.
*)  Die  erste  Idee  zu  einer  Stadt  an  der  Geeste  datiert  noch  weiter  als
zu  der  schwedischen  Feste  Karlsburg  zurück,  da  laut  Witheitsprotokoll  vom
29.  Juni  1639  bereits  der  Erzbischof  Friedrich  bei  seiner  Besetzung  des  damals
stadtbremischen  Gebiets  an  der  Geeste  die  Absicht  hatte,  das  von  seinem  Vater
1620  gegebene  Beispiel  von  Glückstadt  gegen  Hamburg  naohzuahmen.  8.
darüber  W.  v.  Sippen,  Gesch.  d.  St.  Bremen,  II.  Bd.,  1898,  S.  380.  Über  die
späteren  Bestrebungen  in  der  Schwedenzeit,  vor  und  nach  der  französischen
Zeit  bzw.,  im  III.  Bande  in  den  folgenden  Kapiteln.  Der  Vertrag  Smidts  mit
Hannover  wegen  Bremerhavens  ist  in  Victor  Böhmerts  Bremer  Handelsarchiv ­
  im  I.  Bde,  1864,  unter  Nr.  7,  S.  30  ff.,  abgedruckt,  bei  Martens,  N.  R.,
VII,  p,  100.  S.  a.  n.  v.  Treitschke,  D.  Gesch.  i.  19.  Jahrh.,  III.  Teil,
Leipzig  1903,  S.  581.
Es  handelt  sich  bei  den  ältesten  Gründungen  allerdings  noch  in  ziemlichem
Mafse  um  Sperrschlösser,  wie  sie  Bremen  zwischen  Hoya  und  der  salzen  See
traditionell  nicht  dulden  wollte,  erst  später  tritt  der  Charakter  als  Konkurrenzplatz ­
  durchaus  in  den  Vordergrund,  wodurch  Kohl  (Der  Verkehr  u.  d.  Ansiedl,
d.  Menschen,  Dresd.  u.  Leipz,  1841,  S.  592  ff.)  zu  seiner  Abschätzung  einer
engeren  und  weiteren  Selektion  geführt  wurde.
In  der  entscheidenden  Zeit  erhielten  die  Nordseeflufsmündungen  so  viel
Hafenstädte,  wie  politische  Gebilde,  während  die  Ostseemündungen  demgemäfs
eine  Stadt  behielten.
a )  Fr.  v.  Reden,  D.  Königr.  Hannover,  II.  Abt.,  1839,  S.  180;
E.  Pleitner,  Oldenburg  im  19.  Jahrh,,  Oldenburg  i.  G.  1899  u.  1900,  I.  Bd.,
S.  394,  II.  Bd.,  S.  158  ff.
3 )  Der  Vertrag  wegen  Ablösung  des  Brunshauser  oder  Stader  Zolls,
22.  Juni  1861,  in  der  bremischen  Ausfertigung  publiziert  Bremen,  1.  Mai  1863,
ist  in  Victor  Böhmerts  Bremer  Handelsarchiv  abgedruckt  im  I.  Bande,
1864,  Nr.  11,  S.  76.
*)  Zu  seiner  Rolle  als  Hauptförderungsmittel  für  Harburg  seit  1850
(M.  Peters,  D.  Entwickl.  d.  d.  Reederei,  Jena  1899—1905,  II.  Bd.  S.  162,
            
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