Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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wenn  sie  nicht  vom  deutschen  Bunde  ausginge  und  in  der  englischen
Agitation  für  die  Abschaffung  der  Navigationsgesetze 1 ).
Die  ersten  Angiiederungen  an  Preufsen  erfolgten  nach  dem  System
der  Unterordnung  namentlich  des  sogenannten  Enklavensystems,  —
das,  was  man  später  als  Zollanschlufs  determiniert  hat.  Der  erste  Zollverein, ­
  wie  die  andere  Gruppe  dann  unterschieden  wird,  kam  zwischen
Bayern  und  Württemberg  zustande,  und  gleich  darauf  zwischen
Preufsen  und  Hessen-Darmstadt  bei  gleichem  Rechte  beider  Vertragschliefsenden;
  hier  bedurften  alle  Änderungen  der  Einstimmigkeit,
der  gröfsere  Staat  konnte  nur  durch  Kündigung  des  Vertrages  sein
Übergewicht  zur  Geltung  bringen,  sobald  einmal  die  wirtschaftlichen
Verhältnisse  genügend  verwachsen  waren.  *
command  of  Her  Majesty,  December  1847  London  (Pari.  P.);  Alex.  Thomas,
Hambourg  et  le  Zollverein,  nonvelles  tendanoes  de  l’Dnion  Douaniere,  Revue
des  Deux  Mondes,  tome  XX,  XVlI e  annee,  nouvelle  Serie,  1847,  p.  516  et  suiv.
Parteigänger  des  Handels-  und  Schiffahrtsbundes  waren  die  1844  gegründete
Weser-Zeitung,  (ältere  Artikel  a.  in  der  lokalen  Bremer  Zeitung),  die  Augsburger
Allgemeine  Zeitung  und  das  Zollvereinsblatt  —  da  Duckwitz  List  von  der
Opportunität  eines  loseren  Bundes,  da  direkter  Zollverein,  den  er  selbst
in  seinen  früheren  Schriften  erstrebt  hatte,  zur  Zeit  nicht  zu  erreichen  war,
überzeugt  hatte  —  der  Gegner  namentlich  der  Hamburgische  Correspondent.
*)  1820  haben  die  freien  Städte  am  Bunde  durch  Smidt  die  Errichtung
gemeinschaftlicher  Konsulate  und  deutsche  Flagge  empfohlen.  1838  trat
Klefeker  (Für  die  Ausbreitung  des  Zollv,  bis  z.  Seegrenze  u.  d.  Einführ.  v.
Navigationsgesetzen,  Hambg.  1838),  der  damals  in  Hamburg,  ohne  Anklang  zu
finden,  für  den  Zollverein  arbeitete,  für  Differenzialbehandlung  gegen  überseeische ­
  Beeinträchtigungen  ein,  1837  wollte  Pütt  er  (Üb,  d.  ausw.  Handel
Dtschlds.,  Köln  1837)  Differenzialbehandlung  im  Bunde  mit  Belgien,  glaubte
auch  in  Bremen  Voraussetzungen  zu  finden,  dagegen  Holland  und  Hamburg  nur
zwingen  zu  können.  Infolge  der  hanseatischen  Agitation  erfolglose  Bestrebungen
auf  der  Basis  differenzieller  Begünstigung  für  den  Zollverein  traten  im  Sommer
1842  bei  Handelsvertragsverhandlungen  mit  den  Vereinigten  Staaten  und  1843
mit  Brasilien  hervor.  Der  preufsische  Gesandte  in  Brüssel,  Heinrich  v.  Arnim,
der  1844  den  Handelsvertrag  mit  Belgien  abgeschlossen  hatte,  befürwortete  1845
in  seinem  handelspolitischen  Testament  Differenzialbehandlung  im  Bunde  mit
Belgien.  Belgien  versuchte  auf  Grund  des  alten  Gegensatzes  Eheinlande  contra
mitteldeutschen  Handelsverein  und  des  Handelsvertrages  vom  1.  Sept.  1844  erfolglos ­
  für  die  amerikanische  Dampfschiffslinie  die  diplomatische  Unterstützung
Preufsens,  das  in  v.  Rönne,  dem  Präsidenten  des  1844  errichteten  Handelsamtes
für  Bremen  gewonnen  war,  zu  erlangen.  In  Preufsen  spitzte  sich  der  Streit  um
verstärkten  Schutz-  und  Differenzialzoll  und  um  Paktierung  mit,  den  deutschen
Vorlanden  in  loserer  Form  oder  Abwarten  bis  zu  fester  Vereinigung  nach  der
bisherigen  Politik  des  Zollvereins  zu  dem  Antagonismus  zwischen  dem  Handelsamt ­
  und  dem  Generalsteuerdirektor  Kühne  zu,  der  1847  zu  Kühnes  und
Hamburgs  Sieg  führte.  In  der  ersten  Phase  der  Propaganda  ging  der
hamburgische  Syndikus  Karl  Sieveking  noch  mit  Smidt  mit.
            
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