Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

32

Anmerkungen:

a)  In  Hannover  sind  nach  Pal  je,  Kurzer  Abriß  des  Fabriken-,  Handels-  und  Gewerbe-Zustandes  in  den  Chur-Br.-Lüneb.
  Landen,  Göttingen  1796  S.  247  ff.,  347,  44S  etc.  [der  Straßenzwang  für  Bremen—Braunschweig  über  Celle  bestand
noch  (Bremer  Staatsarch.  R.  3)]  im  Jahre  1785  ;  9152  Frachtwagen  und  Karren  durch-  und  auspassiert,  davon  haben  5820  Geschirre
5  dz  und  darüber,  die  übrigen  3332  aber  unter  5  dz  geladen  gehabt.
In  Göttingen  sind  nach  den  Torextrakten  vom  Oktober  1784  bis  ult.  September  1785  einpassiert  485  Wagen,
590  Karren;  auspassiert  218  Wagen,  511  Karren;  durchpassiert  361  Wagen,  1216  Karren.  Die  Wagen  sind  mit  3,  4,  5  auch
6  Pferden,  die  Karren  mit  1,  2,  3  auch  4  Pferden  bespannt.  Rechnet  man  nun  im  Durchschnitt  jeden  Wagen  zu  4,  jeden  Karren
zu  2  Pferden,  so  sind  einpassiert  3120  Pferde;  auspassiert  1894  Pferden;  durchpassiert  3876  Pferde.  Da  man  aus  den
Torextrakten  nur  die  Frachtfuhren  ersehen  kann,  die  lizentbare  Waren  gefahren  haben,  so  sind  unter  diesen  Zahlen  diejenigen,
die  dem  Lizent  nicht  unterworfene  Waren  führen,  wie  auch  die,  welche  die  Stadt  vorbeifahren,  nicht  begriffen.  Deren  Anzahl
soll  aber  ebenso  hoch  sein,  wie  die  in  den  Torextrakien  enthaltenen,  so  daß  sich  die  Zahlen  etwa  stellen  würden:  2128  Wagen
und  4634  Karren  bezw.  17  780  Pferde.
In  Lüneburg  sind  1793  71  162  Pferde  zur  Niederlage  gekommen.  [Lüneburg  wahrte*  damals  noch  durch  sein
Ni  derlage-  und  Umfuhrrecht  die  Stellung  als  hamburgische  und  Lübecker  Speditionsstadt  und  sah  damals  gerade  gute  Zeiten
in  seiner  Spedition.  Die  Konkurrenz  von  Harburg  kam  erst  im  19.  Jahrhundert  auf.  Im  18.  Jahrhundert  ist  Winsen  ein
Konkurrenzplatz.  (Vgl.  E.  Baasch,  Zeitschrift  d.  histor.  Vereins  für  Niedersachsen,  Jahrg.  1903,  S.  219,  220;  Joh.  W.  Albers,
Urkundl.  Nachr.  v.  d.  Handelsprivilegien,  Göttingen  1833)].
In  Hameln  ist  keine  Niederlage,  trotzdem  die  Duinger  irdenen  und  Steinzeugwaren  dort  zu  Schiff  gebracht
werden,  aber  Durchfuhr  der  aus  Brabant,  Jülich,  Berg,  Lüttich  und  Westfalen  mit  Tüchern,  Eisenwaren,  Weinen,  Käse  und
dergl.  nach  Hildesheim,  Braunschweig,  Magdeburg,  Berlin,  auch  nach  Hannover,  Lüneburg,  Hamburg,  Lübeck  fahrenden
Frachtfuhrleute.  An  beladenen  Frachtwagen  passieren  im  Jahre  ungefähr  1752  Wagen  und  4179  Karren  mit  14  056  Pferden
bespannt.
Zwischen  Hamburg  und  Bremen  beträgt  der  Güterversand  um  1796  250  Wagen  (25  bis  30  dz  pro  Wagen,  meist
5  Pferde)  hin  und  ebensoviele  zurück.
154  beladene  Frachtwagen  kommen  Martini  1784  bis  Martini  1785  nach  Stade  [damalige  Straße  zwischen  Hamburg
und  Bremen  (vor  dem  napoleonischen  Chausseebau)  (s.  mein  Zur  Gesch.  d.  alten  Handelsstraßen  in  Deutschland,  Gotha  1907)]
und  werden  zumeist  zurück  beladen  (Verkehr  Bremen—Hamburg).  2357  dz  Transitgüter  dieser  Art  sind  1787  durch  Stade
gegangen  (vgl.  Lübeck  und  Hamburg,  ein  Hdb,  Leipzig  und  Ronneburg  1807,  S.  363.)  1792/93  wird  nach  Jobs.  Falke,  Gesch.
d.  d.  Handels,  II.  Teil,  Leipzig  1860,  S.321  der  Wert  der  über  Verden  und  Celle  in  die  hannoverschen  Länder  gegangenen
Güter  (per  Achse)  berechnet  auf  2  439  969  Mark.
x )  Zusammengestellt  aus  Fr.  v.  Reden,  Das  Königr.  Hannover,  statistisch  beschrieben,  II.  Abt.,  Hannover  1839,
S.  317,  297  und  301.
2 )  (Niemeyer),  Sammlung  verschiedener  Ansichten  über  Eisenbahnen  usw.  im  Hannoverschen,  Bremer  und
Hamburger  Handels-Interesse,  Bremen  1836,  S.  43.

Achsenbewegung  des  Frachtfuhrwerks  in  Bremen  nach  der  Zahl  der  in  Bremen  zur  Ladung  gekommenen
Wagen,  mit  Angabe  des  heimischen  sog.  Leester  (*  Stadt  Bremen  und  Gebiet)  Fuhrwerks  in  kleinen  Ziffern)
Xab  27  in  den  Jahren  1817  bis  1852.

Jahr

Bestederbezirk

Insgesamt ­


Jahr

Bestederbezirk

Insgesamt ­


1

n

III

I

n

III

Wagen

Wagen

1817

a)(775)

a)  (537)

a)(157)

a)  (1469)

1842

984

1451

1818

4253

1825  b)  ..

1489

1961

2579

6029

(1526)

(4328)

1826

1644

c)  f)  2153

2723

6520

569

1827

1406

1  853

2419

5668

1843

989

1404

1685

4055

1828

1346

1870

2375

5591

673

1829

1034

1702

2435

5231

1844  d)  ..

1039

1163

1853

3035

1830

977

1760

2372

5019

433

1831

1107

1835

2290

5232

1845

1371

1028

1833

4232

1832

1261

1682

1979

4922

564

606  (*  220)

342

1512

1833

1143

1727

1913

4783

1846

1012

1600

1945

4557

1834

1294

1406

1900

4600

592  (*202)

734

327

1653

1835

1001

1470

1907

4378

1847

922

1641

e)  1852

4515

1836

910

1326

1954

4190

f)  (2112)

(4775)

1837

1059

1343

1913

4315

431  (*210)

747

525

1703

1838

975

1125

1952

4136

1848

606

847

1650

3103

1839

872

1122

1816

3810

349

369

1810

982

1172

1800

3954

1851

664

1584

(1274)

(4056)

309

1841

1062

1254

1663

3979

1852g)...

—

601

1705

(1326)

(4051)

262

Anmerkungen:
a)  Diese  Zahlen  umfassen  nur  die  Expeditionen,  bei  denen  der  Besteder  als  Makler  mitwirkte,  bei  der  damaligen
noch  freieren  Organisation  nur  ein  ziemlich  enger  Bruchteil,  und  bedeuten  nur  eine  Umrechnung  auf  viersnännipp  Wagen,
nicht  Originalziffern.  F  B  6
b)  Ohne  Januar  und  Februar,  an  anderer  Stelle  wird  gesagt,  daß  in  Bremen  jährlich  etwa  8—9000  Fuhren  expediert ­
  werden  (Bremer  Staatsarch.  R.  13.  A.).  F
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.