— 82 —
hervorgehoben, aber eingetragen sind, hezw. bei eingetragenen Orten
liegen, galten damals (1839) aufser Bremen: Dreye, der Kaper
unterhalb Thedinghausen (Einflufs der Eiter), Intschede, Hoya, der
Einflufs der Warnau eine halbe Stunde oberhalb Menburg, Peters
hagen, Minden, Vlotho, Rinteln, Hameln, Thrane, Heinsen, Holzminden,
Forst, Korvey, Karlshafen, Lippoldsberg, Münden.*)
Für beladene Schiffe kamen nur in Frage Dreye, Intschede,
Petershagen, Hameln und Holzminden. 1 ) An der Aller und Leine
waren mehr oder minder sichere Häfen und Liegeplätze Hannover,
Neustadt am Rübenberge, unterhalb Hudemühlen, bei Rethem, in Celle,
bei Winsen a. d. Aller und Essel.*)
1847—48 fehlte es namentlich zwischen Stolzenau und Dreye
an Schutzhäfen, im Oberlauf oberhalb Hameln war Platz in den
Winterhäfen und Plätzen von Karlshafen, sobald eine dort vor-
zunehraende Reinigung vollendet war, für 50 Schiffe, im Hafen von
Holzminden für 27, in der Schwülme bei Lippoldsberg für 3 bis 4,
in dem Forstbache bei Forst für 1 bis 2, in der Lenne, Thrane
gegenüber Bodenwerder, für 3 bis 4, in der Weser bei Alten-Münden
für 50 bis 60, Korvey bei Höxter 10 bis 12, über, in und hinter
der Schleuse bei Hameln, für 5 Schiffe. Im Hafen von Holzminden
kostete der Aufenthalt eines Schiffes, während des Winters, nach
Verhältnis der Gröfse, 5, 4, 3 Taler und weniger. 2 )
Für die neuen Schiffstypen kamen 1902 nur Münden, Hameln
und Minden, aufser Kassel und Bremen, als Winterhäfen in Frage,
Schutzhäfen wurden bewilligt oder in Bau gesetzt in Rinteln, (Vlotho),
Höxter, Nienburg, Verden und Hemelingen. 3 )
Sonst werden als Sicherheitshäfen benutzt; Münden, Karls
hafen, Höxter, Holzminden, Kemnade, Hameln, Rinteln, Minden,
Petershagen, Nienburg, Intschede, Dreye und Hemelingen. 3 )
Als Verkehrshäfen werden oder sind aptiert Münden, Höxter,
Hameln, Rinteln, Minden, Nienburg, Hemelingen. 3 )
Katlenburg an der Ruhme (gebundene Flöfse) bis Hannover. — Auf der Hunte
kommt ausnahmsweise Flöfserei vor. Kein Eintrag auf der Karte. Auf der
Geeste nur Brenn- und Krummholz aus Amt Bederkesa nach Bremerhaven
(v. Reden, Kgr. H., II. Abt, S. 183).
') Fr. v. Reden, Das Königreich Hannover, II. Abt, 1839, S. 107, 112.
2 ) Friedrich Hühn, Die Weser, Zeitschrift des Vereins für deutsche
Statistik, herausgegeb. von v. Reden, I. Jahrgang, 1847, S. 677 u. II. Jahrgang,
1848, S. 388.
s ) W. Mett er hausen, Die Oberweserschiflahrt im letzten Jahrzehnt,
Festschrift, 1902, S. 34, 41, 44. Vergl. a. Thilo Hampke, Denkschrift, be
treffend Weserhäfen, Anschlufsgleise und Lösch- und Ladeplätze an der Weser,