Full text: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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ein bestimmtes Treibgeld befreit, und konnten Pferde ziehen lassen, 
die Bremer zahlten unregelmäfsige Pfandgelder, wenn sie mit Pferden 
treidelten. 1 ) 
Die Schifferorte sind eingetragen nach den Schifferverzeichnissen 
der Reihefahrten der Schiffahrtsdeputation in Bremen 2 ) und nach 
den Angaben in der sonst verwandten Literatur 3 .) 
Gimte bei Münden ist noch als Flöfserort zu nennen für den 
Mündener Holzhandel aus Thüringen. 4 ) 
In älterer Zeit haben die einheimischen Schülerschaften in 
ähnlicher Weise, wie ich das beim Fuhrwerk dargestellt habe, Vor 
rechte behauptet, indem sie vorweg beladen sein wollten, es sind 
Kompromisse zwischen korrespondierenden Schifferschaften zustande 
gekommen, in denen das gegenseitige Ladrecht normiert wurde, in 
der Fahrt nach Kassel haben die Mündener noch bis in die neueste 
1 ) Zum Leinenzug auf der Oberweser, Aller und Leine, Akten des Bremer 
Staatsarchivs, Vgl. auch die Sammlung der Verordnungen der üferstaaten, 
Gebührenordnung etc. (Bremer Staatsarchiv). 
2 ) Oberländisches Weserschiffahrts-Regulativ von 1815 etc. und das 
Revidierte Regulativ von 1822 (Sammlung der Stadtbibliothek Oberweser 
schiffahrt), die neueren Schifferverträge (Bremer Staatsarchiv; Handelskammer) 
Zum Vergleich ist auch auf die älteren Akten hinzuweisen. 
3 ) Patje, Abrifs des Fabriken-, Gewerbe- und Handlungszustandes in 
den churbraunschweig.-lüneburgischen Landen 1796, S. 440 ff.; Fr. v. Reden, 
Das Königreich Hannover, II. Abt., 1839, S. 110; Friedr. Huhn, Die Weser, 
Zeitschrift des Vereins für deutsche Statistik, I. Jahrg. 1847, S. 676 und II. Jahrg. 
1848, S. 389. Die stadtbremische Schifferschaft ist auf der Karte, ebenso wie 
die Fuhrmannschaft gröfserer Städte, (die aufserdem geringfügig war), nicht 
besonders bezeichnet worden. An der Werra werden namentlich die Wanfrieder 
Schiffer genannt. S. Hugo Brunner, Beiträge zur Geschichte der Schiffahrt 
in Hessen, in der Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde, XIV. Bd., 
1891, S. 232. In der Schiffahrt auf der Fulda begegnen ebenda, S. 234, 236 Schiffer 
von Melsungen, Röhrenfurt, Körle, Guckshagen, Dittershausen, Dennhausen, 
Bergshausen, Hersfeld, hier aber nur in einer Nachricht aus dem siebzehnten 
Jahrhundert. S. a. Joh. Lud. Quentin, Ber. e. Abr. von der Schiffahrt auf 
der Weser, 1788; A. Engel, Weserbuch, Hameln 1845; W. Lotze, Gesoh. d. 
Stadt Münden, 1878, S. 322. 
4 ) A. Engel, Weserbuch, Hameln 1845, S. 29;L. Boclo, Der Begleiter 
auf dem Weser - Dampfschiffe, 1844, S. 22; W. Lotze, Gesch. d. Stadt 
Münden, 1878, S. 323 ff. Die Gemarkung von Gimte soll durch Vergabungen 
geschmälert sein. Als Bewohner des Ortes werden Fischer und Leineweber 
genannt, aufserdem wurden die Gimter von den Mündener Kaufleuten als 
Flofsmeister angenommen. Im 19. Jahrhundert versuchten es erst einige, dann 
die meisten Bewohner zugleich mit dem Handel mit Holz und wurden wohl 
habend dabei. 1878 war der Holzhandel in Gimte noch sehr stark.
	        
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