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Tabelle XXIII.
Clearing
Fall
Zustand
A
B
C
D
Nötige
Geldmenge
Akt.
Pass.
Akt.
Pass.
Akt.
Pass.
Akt.
Pass.
I
Vor der
Kompensation
100 D
100 B
100 A
100 C
100 B
100 D
100 C
100 A
400 K
Nach der
Kompensation
—
—
—
—
—
—
—
—
0
II
Vor der
Kompensation
100 D
300 B
300 A
500C
500 B
100 D
100 C
100 A
1000 K
Nach der
Kompensation
—
200
—
200
400
—
—
—
400 K
ohne Clearing, wenn die Zahlungen im selben Augenblick erfolgen müßten,
1000 Kronen nötig; wenn dagegen der Clearing eingeführt wird, tritt vollständige
Kompensation ein. C bekommt von der Gesamtheit 400 Kronen, A
und B zahlen an die Gesamtheit je 200 Kronen. Die Zahlung wickelt sich
in der Weise ab, daß A und B je 200 Kronen dem C übergeben, so daß mit
400 Kronen das Auslangen gefunden wird. Diese Zahlung von 400 Kronen
kann in vollwertigem Metallgeld, in metallischem Zeichengeld, in Notengeld
oder in Girogeld erfolgen. Daß die Girogeldzahlung die Zahlungsmenge nicht
verringert, sehen wir aus Tabelle XXIV.
Tabelle XXIV.
Begleichung des Clearingsaldos durch Noten- und Girozahlung
Fall
A
B
C
D
Aktiva
Passiva
Aktiva
Passiva
Aktiva
Passiva
Aktiva
Passiva
Notenzahlung
1000
[Noten]
200
1000
[Noten]
200
1000 [Not ]
400
—
1000
[Noten]
—
800
[Noten]
—
800
[Noten]
—
1400
[Noten]
—
1000
[Noten]
—
Girozahlung
1000
[Girokonto]
200
1000
[Girokonto]
200
1000
[Girokonto]
400
—
1000
[Girokonto]
—
800
[Girokonto]
—
800
[Girokonto]
—
1400
[Girokonto]
—
1000
[Girokonto]
—
Durch die Verwendung von Girogeld erspart man Metallgeld und Notengeld,
so wie man durch die Verwendung von Girogeld Notengeld >md Metallgeld
erspart ; der Clearing dagegen erspart, wie wir eben gesehen haben,
jede Art von Geld. Soweit zu Beginn kriegerischer Verwicklungen der Mangel
an Zahlungsmitteln störend empfunden wird, kann durch Ausdehnung des
Clearings Abhilfe geschaffen werden. Freilich funktioniert diese Organisation
im allgemeinen nur dann gut, wenn sie bereits in Friedenszeiten entsprechend
populär gemacht wurde. In Österreich-Ungarn ist der Clearing auf einen recht
kleinen Kreis von Personen und Banken beschränkt.
Diese Andeutungen führen uns zu dem Ergebnis, daß die Liquidität eines
Systems nicht nur von der zur Verfügung stehenden Zeit abhängig ist, sondern