als unterernährt bezeichnet werden und in deren häuslichen Verhältniffen,
zufolge näherer Nachforfchung, die wirtfchaftliche oder hauswirtfdiaftliche
Unmöglichheit bejferer Ernährung vorliegt. Im Jahre 1916 wurden bis zum
1. Dezember ca. 600 fokher Kinder in den Kriegsbüchen zu 5 Pfg. pro
Literportion gefpeift. Vom 15. Dezember 1916 ab übernahm die Wohlfahrtzentrale
gemeinfam mit dem Verein für Fr ühftücksausteilung, welcher im letzten
Winter, mangels der
nötigen Lebensmittel
(Mildi, Kakao,
Brot), feine Tätigkeit
nidit ausüben
konnte, zunädhft für
3 Monate die Spe'tfung
von weiteren
etwa 300 Kindern.
Vom gleichen Zeitpunkte
ab hatten alle
Kinder für die Literportion
10 Pfg. zu bezahlen.
Den gleichen
Betrag ftiftete der
Verein für Frühftücksausteilung durch Ueberweifung feines Vermögens bezw.
feines ftädtifchen Beitrages und der ihm im laufenden Jahre aus Stiftungen,
Gefchenken ufw. zufliefjenden Mittel. Den reftlichen Zufchui trägt die Wohlfahrtzentrale.
Mit Rückfidat auf den anhaltenden Winter 1917 und die audi
fpäterhin andauernden fdiwierigen Zeitverhältniffe, i|t die Kinderfpeifung im
genannten Umfange, (rund 3 600 Kinder) beibehalten worden. Außerdem
werden unter eien gleichen Bedingungen noch 500 — 600 Kinder durch den
Nationalen Frauendienft in der Gefellfdiaft Union, im Dörnerhof und in verfchiedenen
Kinderhorten verpflegt.
Dem Verein für Frühftücksausteilung an arme Volksfchulkinder wurden
von der Wohlfahrtzentrale bis zum 30. Juni 1916 eine Beihilfe von
Mb. 23000.— gewährt.
Zur Ernährungsfürforge gehört ferner nodi das Einfachen von
Marmelade, das 1915 mit Mitteln der Wohlfahrtzentrale durch den Nationalen
Frauendienft erfolgte und das 1916 durch Entgegenkommen einer Marmeladen-Fabrik,
die für den guten Zweck auf jeden Gewinn verzichtete, fortgefeit
werden konnte. Der Verkauf erfolgte nur an Unbemittelte. 1915