51
Geweben angefertigt. Als dann die Heeresverwaltung, um an Baumwolle
und Leinen zu fparen, für die Herftellung von Sandfäcken die vorwiegende
Verwendung von Papiergarngeweben vorfchrieb, fehlen es für die Wohlfahrtzentrale
zunächft unmöglich, die erforderlichen Zellulofeftoffe zu be~
fchaffen, da die Produktion [amtlicher bis dahin begehender Papier-Ablieferung
von Sandfäcken.
fpinnereien inzwifchen durch ein Konfortium für deffen eigene Wiederverarbeitung
belegt worden war. Dennoch gelang es der Wohlfahrtzentrale
alsbald, mit einer Gefellfchaft in Verbindung zu treten, welche eine
2- Z. füll flehende Papierfpinnerei in Hämmern bei Hückeswagen in Betrieb
feilte und die dort gefponnenen Papiergarne durch Barmer Webereien im
Lohn verarbeiten lief?. Konnte die Wohlfahrtzentrale bei eigener Stoffbefchaffung
rund 3000000 Sandfäcke herftellen laden, fo wurde mit Beginn
des Jahres 1916 der Sandfackbedarf durdi den Heimarbeitsausfchuf? bezw.
durch die in einzelnen Provinzen eingerichteten Verteilungsftellen vergeben.
Im Lohn fertigte die Wohlfahrtzentrale rund 1393000 Sandfäcke an. Für