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1867 , kam, gefolgt Von 1884. Zwingender als das Kapitel über die
Entwicklung des demokratischen Wahlrechts beleuchtet kein Abschnitt
in der politischen Geschichte die Tatsache, daß sich winzige
Anfänge durch ihre eigene Bedeutsamkeit bis zu ihren eigenen logischen
Schlußfolgerungen ausdehnen — nicht, weil die Menschen sie
bis zu Ende ausdenken und bewußt für sie kämpfen, sondern weil Tendenzen
und Kräfte geschaffen und entbunden worden sind, die diesem
Ziele unwiderstehlich entgegenfließen. Schlüpfrige Abdachungen umlauern
die Schritte eines jeden Staatsmannes, der sich überhaupt bewegt
— und Erdbeben zittern unter allen, die Stillstehen.
Diese annehmbaren Früchte auf politischem Felde haben den Individualismus
in den Stand gesetzt, sich dort eines fast unumstrittenen
Besitzes zu erfreuen. Regierungsprobleme, wie: ob es Führer, Parteien,
Kabinette, ein Repräsentativsystem etc. geben sollte, erörtern selbst
Kollektivsten im allgemeinen von einem individualistischen Standpunkte
aus, während Fragen der Industrie, wie jene, die die Fabrikgesetzgebung
berühren, sogar von Leuten, die sich selbst Individualisten
nannten, unter kollektivistischem Gesichtspunkte behandelt
worden sind.
Fortgesetzt interpretieren Sozialisten die Demokratie als das Recht
des Einzelnen oder einer Gruppe von Individuen, die Herrschaft auszuüben
— oder der Begriff Demokratie impliziert für sie, daß sämtliche
Individuen für alle politischen Zwecke als gleichwertig angesehen
werden sollen. Das ist die Glaubensformel, die sich in Amerika zur
Praxis ausgebildet hat, daß die Genüsse des Amtes „die Runde machen
sollten"; sie ist heute die Grundlage der Theorie, daß das Referendum
die reinste Form der Demokratie sei und daß die Demokratie mit
Führern, Exekutivorganen und irgendwelchen Regierungsausschüssen
unverträglich sei. Die Demokratie wird mit anderen Worten bei den
Sozialisten oft als ein Regierungsprinzip ausgelegt, das politischer
Organisation und repräsentativer Gewalt entgegengesetzt ist und verschiedene
phantastische Formen der politischen Anarchie, von der
unumschränkten Macht der lokalen Organisationen bis zur zusammenhangslosen
Regierung einer Volksabstimmung, involviert.
Dies ist zum Teil Sache der Gewohnheit. Durch Gewohnheit dringt
die Praxis des Alten in die Lehre des Neuen; sie zerstört ihren
logischen Zusammenhang und verwirrt ihre Anwendung, aber den