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Syenit
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Tabak
hauerarbeiten, die durch Politur gehoben werden,
wie Säulen, Platten und Sockel. Viele Kunstwerke
des Altertums bestehen aus dieser Felsart,
die namentlich in Ägypten (am Sinai) sehr
schön gefunden wird und ihren Namen nach der berg und Aschaffenburg.
altägyptischen Stadt Syene erhalten hat. In
Deutschland findet sich der Syenit namentlich
im Odenwald, Thüringer Wald, im Plauenschen
Grunde bei Dresden, ferner bei Meißen, Alten-Tabak
(frz. Nicotiane, Tabac, engl. Tobacco,
Snuff) ist die allgemein gebräuchliche Bezeichnung
für die getrockneten und fermentiertein
Blätter der in Amerika heimischen, jetzt aber
überall angebauten Tabakpflanze, Nicotiana
L., die mit oder 'ohne Rippen als Rohtabak oder
in Form von Rauch-, Kau- und Schnupftabak,.
Zigarren- und Zigarettentabak in den Handel
kommt. Das Rauchen von T. aus Röhren unc
Pfeifen oder in Rollen fanden die Spanier bei
der Entdeckung Amerikas bereits als eine indianische
Sitte vor, die später, 1587, durch Sir
W. Raleigh und seine Matrosen nach Europa eingeführt
wurde und sich hier trotz anfänglicher
Verbote und scharfer Strafbestimmungen rasch
verbreitete. Nach dem französischen Gesandten
am portugiesischen Hofe, J. Nicot, der 1560 den
ersten Samen nach Frankreich brachte, wurde
die Pflanze Nicotiana benannt. Der T. gehört
zur Familie der Solanazeen und wird meist
einjährig aus Samen gezogen. Er gedeiht nur
in Ländern mit mindestens 8—10 0 mittlerer
Wärme, am feinsten zwischen dem 35.° nördlicher
und dem 35. 0 südlicher Breite, doch geht er
auch noch bis zum 62. 0 n. Br. Die Reife erfolgt
in 22—26 Wochen und kann auch bei ungünstigem
Klima noch dadurch erzielt werden, daß
man in besonderen Treibkästen (Tabakkutschen)
vorbaut und dann im Juni und Juli io
das Land verpflanzt. Die Tabakpflanze wird
1—2 m hoch, hat ästige und verästelte Stengel
und massige, durch Drüsenhaare klebrige,
wechselständige Blätter mit ungezähntem Rand.
Die am Ende der Stengel und Äste in Rispen
stehenden Blüten besitzen trichterförmige, fünflappige,
gelbrote Blumenkronen mit gefaltetem
Saum. Die Kelche sind glockig, fünfspaltig und
bleibend, die Früchte zwei- bis vierfächerige,
halb vierklappige Kapseln, die bis zu 40 000
winzige braune Samen für die Pflanze zu liefern
vermögen. Die Pfahlwurzel geht ziemlich tief,
treibt aber nur wenig Nebenwurzeln. Die zahlreichen
Arten des T. werden meist - in vier
Hauptgruppen eingeordnet: 1. Virginischer
T., Nicotiana Tabacum, mit sehr hohem
Stengel und dichten, überhängenden, dickrippigen
und dickfleischigen Blättern. Die Seitenrippen
bilden mit der Mittelrippe, und die Blattstiele mit
dem Stengel spitze Winkel. Die zahlreichen,
zum Teil auch in Deutschland gebauten Sorten
liefern gute Deckblätter sowie Karottengut.
2. Maryland oder großblättriger T., Nicotiana
macrophylla, mit breiten, dünnrippigen
und dünnfleischigen Blättern. Die am Grunde
oft geöhrten Blätter sitzen in ziemlich weiten Abständen
am Stengel, mit dem sie, ebenso wie die
Seitenrippen mit der Mittelrippe, einen rechten
Winkel bilden. Maryland wird als Pfeifengut und
für Deckblatt im Elsaß („Schaufeltabak“), in der
Pfalz („Futtertabak“), in Ungarn, der Türkei.
Ohio, Maryland, Havanna, Kuba und Portoriko
angebaut. 3. Brasil (Brösil), Bauern- oder
Veilchentabak, N. rustica, mit gestielten,
runden und klebrigen Blättern, wird bis hoch
im Norden in Deutschland (Hannover und Nürnberg),
Ungarn, Afrika und Asien angebaut und
liefert ein kräftiges Pfeifengut. 4. Jungferntabak,
N, peniculata, aus Peru mit % m
hohem, fünfeckigem, etwas filzigem Stengel und
gestielten, an der Unterseite rauhen und klebrigen
Blättern. Weiter werden noch angeführt
der Soldatentabak, N, glutinosa, der chinesische
T., N. chinensis, der Riesentabak,
N. giganfea, sowie die wenig beachtenswerten
Sorten N. argentifolia aus Chile und N. viscosa
aus Buenos Aires. — Anbau. Der T, verlangt
einen trocknen, tiefgründigem, humusreichen
und kalkhaltigen Boden der Sand- und Lehmbodengruppe.
Auf leichtem Boden wird er milder,
für Rauchgut geeigneter, auf schwerem
Boden besser für Schnupftabak; auf Tonboden
wächst nur Karottengut, auf Mittelboden das
beste Deckblatt. Wärme mit häufigem, gelindem
Regen oder - doch feuchter Luft (Holland mit
Seeklima, Wassernähe) sagen ihm am besten zu,
während wechselndes Wetter, rauher Wind, Kälte
und Nässe, Trockenheit und starke Gewitter ungünstig
wirken. Hagelschlag und Sturm schädigen
die Blätter, Trockenheit verringert den
Ertrag. Für Europa ist die Düngung und Fruchtfolge
von großer Bedeutung. Stickstoffreicher
Dünger verschlechtert die Güte, Kali, Kalk,
Asche, Kompost und Gründüngung verbessert
sie. Die Pflanzung erfolgt, wenn die Pflänzchen
in den Saatbeeten (Kutschen) s—6 Blätter
entwickelt haben, je nach dem Klima vom März
an, in Deutschland im Juni. Man rechnet auf
den Hektar 14—16 qm Saatbeet und 0,05—0,17 kg
Samen (t kg zu 10000—15000 Samen), für die
in Reihen zu pflegenden Pflänzchen 20—60 qcm
Wachsraum. Die Pflege besteht in mehrmaligem
Behacken und Behäufeln, wobei die Blätter nicht
verletzt oder mit Erde bedeckt werden dürfen.
Anfangs muß man die Pflanzen durch Begießen
und Bedeckung mit Moos vor dem Vertrocknen
schützen. Nach der Bildung von 8—12 Blättern
erfolgt das Köpfen, die Entnahme der sonst
Blüten treibenden Spitzen und schließlich die
Entfernung der blattwinkelständigen Seitentriebe
(„Geizen“). Die Ernte geschieht von unten
nach oben, je nach dem Reifen der Blätter, wenn
sie eine lichtgrüne Farbe mit gelblichen Flecken,
eine Art Marmorierung, annehmen, schlaff herunterhängen
und zähklebrig werden. Die untersten
Blätter, das sog. Erd- oder Sandgut,
Sandgrumpen, Sandblatt, geben geringwer