Full text: Die Genussscheine nach schweizerischem Recht

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werden im allgemeinen genaue Pläne ausgearbeitet, welche 
-alle Einzelheiten 1 ) eingehend ordnen 2 ). Die Amortisations 
quote ist in der Regel im Verhältnis zum Grundkapital 
nicht sehr beträchtlich, so dass die (Rissigen Mittel des 
Unternehmens nicht allzustark in Anspruch genommen 
werden. Die Genussaktionäre sind, was die Dividende an 
belangt, hinter den Stamm- resp. den nicht ausgelosten 
Aktionären zurückgesetzt, um einen für das amortisierte 
Kapital angemessenen Zinsbetrag. Die Angemessenheit 
dieser Massregel wird von niemanden bestritten. Die so 
ersparten Beträge fliessen entweder direkt in den Amorti 
sationsfonds, oder sie gelangen an die Aktionäre als Divi 
dende zur Verteilung. Auch bei der ersten Verwendungs 
art profitieren die Aktionäre, denn der Betrag der jährlichen 
Abschreibungen wird um vieles verringert. Eine Gesell 
schaft z. B. mit einem Kapital von Fr. 1,500,000 will in 
30 Jahren ihre Aktien amortisiert haben und zugleich eine 
Dividende von 5 °/o auszahlen. Die Amortisationsquote, 
welche jährlich Fr. 50,000 betragen würde, reduziert sich 
auf Fr. 22,500, wenn die ersparte Dividende dem Amorti 
sationsfonds zugute kommt. Auf diese Weise werden jähr 
lich Fr. 27,500 erspart. 
Im Amortisationsplan wird of bei Gesellschaften, deren 
Dauer beschränkt ist, Rücksicht genommen auf gewisse 
Vermögenswerte, welche einer Wertkonsumtion nicht 
unterliegen. 
Die Höhe der Amortisationsquote richtet sich besonders 
nach der voraussichtlichen Lebensdauer der Gesellschaft 
in der Weise, dass sie über die ganze Dauer der Gesell 
schaft gleichmässig verteilt wird. Doch kommen viele Aus- 
’) Z. B. bei der Compagnie du chemin de fer du Nord werden 
die Aktien in Serien von je 25 aufeinanderfolgenden Nummern aus 
gelost, was die Ziehung sehr vereinfacht. 
-) In Österreich müssen die Bestimmungen bezüglich der 
Amortisation im Statut selbst vorgesehen sein, oder der besondere 
Einlösungsplan bedarf der staatlichen Genehmigung.
	        
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