Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

*13*

195

»

Kathreiners  Malzkaffee-Fabriken,
Berlin—München.

Die  auf  Veranlassung  des  Pfarrers  Kneipp  im  Jahre  1889  von  der  Firma  Franz
Kathreiners  Nachf.  in  München  aufgenommene  Malzkaffee-Fabrikation  hat  sich  seit  dieser
Zeit  zu  einer  nationalen  Industrie  entwickelt.
Im  Jahre  1892  wurde  die  Firma  Kathreiners  Malzkaffee-Fabriken  G.  m.  b.  H.  in  München
gegründet;  die  Firma  besitzt  jetzt  in  Deutschland  folgende  Fabriken:  Ürdingen,  Magdeburg,
Karlsruhe,  Breslau,  Frankfurt  a.  O.,  Groß-Crostitz,  Mainz.  Die  Leitung  des  Unternehmens
ist  in  Berlin  und  München.
Die  Firma  verfolgt  den  Grundsatz,  durch  Zahlung  hoher  Löhne  bzw.  Gehälter  und  Gewährung ­
  von  Gratifikationen  den  Angestellten  eine  entsprechende  Lebensführung  zu  ermöglichen
und  sie  auch  in  den  Stand  zu  setzen,  Lebens-,  Pensions-  und  andere  Versicherungen,  die
sich  aus  dem  Pflicht-  und  Verantwortlichkeitsgefühl  gegenüber  der  Familie  ergeben,  abzuschließen. ­

Außerdem  bestehen  folgende  Wohlfahrtseinrichtungen:
a)  Wohlfahrtseinrichtungen  für  Arbeiter.
1.  FABRIKKRANKENKASSE.  Neben  den  gesetzlich  festgelegten  Leistungen  für  den
Arbeitnehmer  wird  durch  die  Fabrikkrankenkasse  freie  ärztliche  Behandlung  und  freie
Arznei  für  die  Ehefrau  und
die  erwerbsunfähigen  Kinder
gewährt.
2.  STERBEKASSE.  Beim
Tod  eines  Familienmitgliedes
wird  unter  der  Arbeiterschaft
eine  Sammlung  veranstaltet;
der  gleiche  Betrag,  den  diese
Sammlung  ergeben  hat,  wird
dann  seitens  der  Firma  an  die
Hinterbliebenen  ausgezahlt.
Diese  Einrichtung  ist  in  hervorragendem ­
  Maße  geeignet,
das  Zusammengehörigkeitsgefühl ­
  zwischen  Arbeitgeber
undArbeitnehmernzufördern.
3.  ARBEITERUNTERSTÜTZUNGSKASSE. ­
  Kranken, ­
  verunglückten  oder  in
Not  geratenen  Arbeitnehmern
oder  deren  Familien  werden

Kathreiners  Arbeiterwohnhäuser.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.