42 — Garantien für deutsche Betätigung im Auslande —
mutig der Deutschen im Auslande niemals erreichen
können. Mag dieser oder jener Diplomat, dieser oder jener
Eroßkausmann oder Reeder, der sich für längere Zeit im
überseeischen Auslande aufhält, auch nach dem Kriege dort
mit besonderer Liebenswürdigkeit empfangen und behandelt
werden, das englische Prestige wird, soweit britischer Ein
fluß reicht, also auch in heute neutralen überseeischen Län
dern, nach wie vor daran arbeiten, dem deutschen
Mittelstände im Auslande — und dieser bildet den
Schwerpunkt des Deutschtums im Auslande — die wirt
schaftliche Betätigung nach Kräften zu erschweren. Wenn
aber stets Bildung und Bildungsdrang des Deutschen und
zwar wiederum ganz besonders der deutschen Mittel-
Klassen als die Grundlage für ihre Erfolge im Auslande
hervorgehoben werden, so ist zu bedenken, daß gerade der
Aufenthalt im Auslande, besonders in dem englisch
sprechenden Auslande, die Grundlage für diese so wich
tigen sprachlichen und wirtschaftlichen Kenntnisse geschaf
fen hat. Wir müssen denjenigen, welche diese Vorteile
weltwirtschaftlicher Betätigung auch nach dem Kriege in
Anspruch nehmen wollen, die Sicherheit geben, wie früher in
Friedenszeiten sich dem Studium der fremden Sprachen und
fremdländischen Wirtschaftgebräuche in dem Auslande
selbst widmen zu können. Dies aber kann nur geschehen,
wenn man auch hier die Garantie schafft, daß bei zukünf
tigen kriegerischen Entwicklungen die von den Engländern
erst erfundene Methode der Internierung von Ausländern
nicht zur Anwendung gebracht wird; aber ganz abgesehen
wiederum von diesem Falle, der sich auf die Voraussetzung
kriegerischer Ereignisse gründet, müssen wir dafür sorgen,
daß diejenigen, die sich in Friedenszeiten im Auslande auf
halten, ihrer Beschäftigung nachgehen können, ohne in
würdeloser Weise von unseren heutigen Feinden und ganz