Full text : Fortschritt und Armut

Lax.  V.

Dis  zentrale  Wahrheit.

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bringen  oder  alles  in  Trümmer  werfen  muß,  ist  nahe,  wenn  er  nicht
schon  begonnen  hat.
Das  Gebot  ist  erlassen!  Mit  dem  Dampf  und  der  Elektrizität  und
den  vom  Fortschritt  gezeugten  Mächten  haben  Kräfte  die  Welt  betreten,
die  uns  entweder  auf  eine  höhere  Stufe  treiben  oder  überwältigen
werden,  wie  vordem  ein  Volk  nach  dem  anderen,  eine  Zivilisation  nach
der  anderen  überwältigt  worden  sind.  Ls  ist  die  Täuschung,  wie  sie  dem
Verderben  vorhergeht,  die  in  den  fieberhaften  Pulsschlägen  der  zivilisierten ­
  Welt  nur  die  vorübergehende  Wirkung  ephemerer  Ursachen  sieht.
Zwischen  den  demokratischen  Gedanken  und  den  aristokratischen  Einrichtungen ­
  der  Gesellschaft  besteht  ein  unversöhnlicher  Konflikt,  Hier  in
den  Vereinigten  Staaten  wie  drüben  in  Europa  kann  man  ihn  entstehen
sehen.  Wir  können  die  Leute  nicht  auf  die  Dauer  das  Stimmrecht  ausüben ­
  lassen  und  sie  zum  Betteln  zwingen,  wir  können  nicht  auf  die  Dauer
Knaben  und  Mädchen  in  unseren  öffentlichen  schulen  unterrichten
und  ihnen  dann  das  Recht  verweigern,  einen  ehrlichen  Lebensunterhalt
zu  erwerben.  Wir  können  nicht  auf  die  Dauer  von  den  unveräußerlichen
Menschenrechten  schwatzen  und  zugleich  das  unveräußerliche  Recht
auf  die  Gaben  des  Schöpfers  verweigern.  Schon  jetzt  fängt  der  neue
Wein  in  den  alten  Flaschen  zu  gären  an,  und  die  Elementarkräfte
sammeln  sich  zum  Kampf!
Aber  wenn  wir,  solange  es  noch  Zeit  ist,  zur  Gerechtigkeit  zurückkehren ­
  und  ihr  gehorchen,  wenn  wir  der  Freiheit  vertrauen  und  ihr  folgen,
so  müssen  die  jetzt  drohenden  Gefahren  verschwinden,  so  werden  die  jetzt
sich  gegen  uns  auftürmenden  Kräfte  zu  Mitteln  weiteren  Aufschwunges
werden.  Man  denke  nur  an  die  jetzt  vergeudeten  Kräfte,  an  die  unendlichen
noch  zu  erforschenden  Felder  des  Wissens,  an  die  Entwicklung,  von  der
die  wunderbaren  Erfindungen  dieses  Jahrhunderts  uns  nur  eine  Ahnung
geben.  Zst  der  Mangel  beseitigt,  die  Habsucht  in  edle  Leidenschaften
verwandelt,  nimmt  die  der  Gleichheit  entsprießende  Brüderlichkeit  die
Stelle  der  jetzt  die  Menschen  aufeinander  hetzenden  Eifersucht  und  Furcht
ein,  werden  die  geistigen  Kräfte  durch  eine  Lage,  welche  auch  den  niedrigsten ­
  Muße  und  Behaglichkeit  gewährt,  entfesselt  —  wer  mag  dann  die
Höhen  ermessen,  zu  denen  unsere  Zivilisation  sich  noch  aufschwingen  kann?
Es  fehlen  Worte  für  den  Gedanken!  Es  ist  das  goldene  Zeitalter,  das
die  Dichter  besungen  und  begeisterte  Seher  in  Bildern  vorhergesagt
haben!  Ls  ist  das  glorreiche  Traumgesicht,  welches  den  Menschen  stets
im  Strahlenglanze  erschien;  das  er  sah,  dessen  Augen  sich  zu  patmos
in  einer  Entzückung  schlossen.  Ls  ist  der  Höhepunkt  des  Christentums,
die  Stadt  Gottes  auf  Erden  mit  ihren  Mauern  von  Zasxis  und  ihren
Toren  von  fderlen.  Es  ist  das  Reich  des  Friedensfürsten.
            
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