Object: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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jusqu’ä Amsterdam; & je crois que si l’Eveque de Munster, et les autres Etats 
de Westphalie en consideroient l’utilite, ils la favorisseroient. (In dieser 
Meinung ist 1734 in der Tat der Max—'Clemens-Kanal gebaut worden, der ira 
Anfang des 19. Jahrhunderts in Abgang kam s. H. Meidinger, Die deutschen 
Ströme, IV. Abt., Leipzig 1854, S. 181; D. Eeinhold u, J. Oltmanns, Der 
deutsche Handelskanal, S. 48 u. 49.) II y a long tems, que j’ai crü, qu’on 
devroit songer dans TEmpire ä joindre par de tels canaux l’Elbe, le Weser & 
l’Ems, avec le Rhin oü la Hollande, ce qui soulageroit beaucoup le commerce 
de toutes les Provinces voisines, & c’est pour cela, que j’ai eu la curiosite 
de Bouhaiter d’apprendre des particularites de ce oanal, qu’on projette en 
Ostfrise.“ 
Vergl. a. Johann Georg Büsch, Der Handlungsneid neuerer Zeit 
nach Grundsätzen beurteilt und anschaulich dargestellt, als Anhang zu seiner 
Schrift: Versuch einer Geschichte der hamburgisohen Handlung, Ham 
burg 1797, 
S. 11. (Tagsatzung der Amphiktyonen Europas. Bescheid auf die erste 
Klage, nämlich über die natürlichen Vorteile der Briten für ihre Handlung 
und Gewerbsamkeit). 
„Ihr habt eine grofse Anzahl schiffbarer Flüsse, die aber, wie die Natur 
es immer giebt, neben einander hin dem Meere zufiiefsen, und auf das Werk 
der Kunst warten, welche sie in Verbindung zu setzen versteht. Erinnert Euch, 
dafs Euer erster greiser Beherrscher Carl schon mit dem Anschläge umging, 
die Nordsee mit dem Schwarzen Meere zu vereinigen. Erinnert Euch, dafs vor 
400 Jahren Deutsche die ersten waren, welche mit freilich noch roher Kunst die 
Ostsee mit der Elbe zu vereinigen suchten, und es wirklich mit einem Flüfschen 
vollführten. Warum ist diese Kunst, ursprünglich die Eurige, bei Euch wieder 
ganz schlafen gelegt? Warum ist Euch so schwer, Euch für die Unternehmungen 
dieser Art zu vereinigen, sobald die Zustimmung mehrerer aus denjenigen 
erfordert wird, die sich in Deutschland getheilt haben?“ 
4 ) Proklamation der französischen Herrschaft in Bremen. „Das Senats- 
konsult vom 10. Dezember hat euer Schicksal entschieden, es ist künftig mit 
dem Glücke Napoleons des Grofsen und seines Reiches vereinigt. Eure Un 
abhängigkeit war nur eingebildet; der kleinste Zufall, der den Frieden Europas 
störte, setzte sie in Gefahr. Dm euren Handel zu erhalten, wäret ihr über- 
mäfsigen Aufopferungen, die von der Habsucht gefordert wurden, unterworfen. 
Dies ist das Gemälde der Vergangenheit, eine andere Zukunft öffnet sich 
für euch. 
Der Wille des Kaisers und das Interesse des Kontinents bei seinem 
Kampfe gegen die Monopoleurs der Welt haben euch zu den Völkern vereinigt, 
deren Glück und Ruhm dieser Monarch schafft. Ihr werdet gleich seinen alten 
Untertanen seiner Liebe und Sorgfalt teilhaftig werden. Den ersten Beweis 
dieser Gesinnungen hat er euch bei der Vereinigung mit dem grofsen Kaiser 
reiche dadurch gegeben, dafs er die Eröffnung der Verbindung der Ostsee 
mit den Strömen Frankreichs befohlen hat“. Bei W. v. Bippen, Geschichte 
der Stadt Bremen, Bd. III, Halle und Bremen 1904, S. 356—357. W. Urkunden 
abdrucke bei C. Miesegaes, Chronik der fr. Hansestadt Bremen, III. Teil, 
Bremen 1833, S. 377; J. H. Duntze, Gesch. d. fr. Stadt Bremen, IV. Bd., 
Bremen 1851, S. 751 ff. (763). 
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