Full text : Die modernen Lösch- und Ladeeinrichtungen und ihre Bedeutung für die Seeschiffahrtsbetriebe

deutung  für  den  Hafenverkehr  den  kleineren  Kränen  weit  nachstehen. ­
  Von  diesen  Kränen  haben  in  Hamburg  je  einer  die
Tragkraft  von  zehn 1 ),  zwanzig 1 ),  fünfzig,  fünfundsiebenzig 1 )  und
einhundertfünfzig  Tonnen.  Die  älteren  dieser  Kräne  (50  und  150
Tonnen)  werden  mit  Dampf  betrieben,  die  neueren  mit  Elektrizität; ­
  die  letzteren  heißen  Hammerdrehkräne,  nach  der  Hammerform, ­
  eine  durch  die  elektrische  Triebweise  bedingte  günstige
Kranform.  Die  Schwerlastkräne  dienen  dem  Transport  von
Maschinen,  Maschinenteilen,  Wagen,  Geschützen,  Kesseln  usw.
Die  Preise  dieser  Kräne  sind  naturgemäß  wesentlich  höher  als
die  der  Leichtlastkräne.  So  kostete  der  150  Tonnen  Kran
250000  Mk.,  die  30  Tonnen  Kräne  je  54000  Mk. 2 ).
Sonstige  kleinere  Einrichtungen.
Einer  Erwähnung  bedürfen  noch  die  elektrischen  beziehungsweise ­
  hydraulischen  Spills  und  die  Schiebebühnen  (Tabelle  12,  4.
Seite  24),  während  die  Kohlenkipper  und  Kohlen  winden  später
im  Zusammenhänge  mit  den  besonderen  Lösch-  und  Ladeeinrichtungen ­
  für  Kohle  näher  beschrieben  werden  sollen.  Die  Spills
dienen  dazu,  Eisenbahnwagen  mit  Hilfe  von  Seilen  fortzuziehen,
wenn  für  andere  Waggons  Platz  geschafft  werden  muß.  Diese
Spills,  die  eine  Zugkraft  von  etwa  einer  Tonne  haben,  werden  bei
neueren  Anlagen  meist  elektrisch  betrieben.  Man  versucht  jetzt
jedoch,  sie  völlig  auszuschalten,  indem  man  den  Eisenbahnwaggons
durch  Schrägstellung  einer  Plattform  den  nötigen  Schwung  gibt,
so  daß  sie  ohne  weiteren  Antrieb  selbsttätig  fortrollen.  Dieses
Prinzip  ist  z.  B.  bei  den  Ruhrorter  Kohlen  anlagen  in  ausgedehntem ­
  Maße  angewandt  worden.  Die  Schiebebühnen,  meist
elektrisch  betrieben,  haben  denselben  Zweck  wie  Drehscheiben,  setzen
den  Wagen  aber  dadurch,  daß  die  ganze  Bühne  parallel  zu  den
Schienen,  auf  denen  der  Wagen  stand,  vom  Ufer  ab  bzw.  zum
Ufer  hinrückt,  auf  ein  gleichgerichtetes  Gleis 3 ).
*)  Im  Dienst  der  Hapag.
*)  Über  Benutzungsgebühren  s.  S.  37,  Tab.  15.
3 )  Es  ist  hier  gelegentlich  der  Besprechung  der  vorhandenen  Hebevorrichtungen
an  den  Kais  von  Interesse,  einige  Angaben  über  den  Umfang  der  Hebeanlagen  zu
bringen,  die  der  Hapag  im  Jahre  1902  bei  der  Pachtung  der  neuen  Anlagen  auf  Kuhwärder
  (Kaiser  Wilhelm-Hafen)  von  Staats  wegen  zur  Verfügung  gestellt  wurden.  Es
Waren  dies:
in  elektrische  Halbportalkräne  .  .  .  ä  3  Tonnen  Tragfähigkeit
8  „  freistehende  Vollportalkräne  3  „  „
            
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