Full text : Die modernen Lösch- und Ladeeinrichtungen und ihre Bedeutung für die Seeschiffahrtsbetriebe

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Umfange  über,  und  heute  hat  sich  der  elekrisch  betriebene  Kran
allgemein  für  den  Hafenbetrieb  endgültig  das  Feld  erobert.  Und
zwar  sind  es  nach  Bubendey  &  Meyer  die  folgenden  Gründe,  die
eine  Wahl  des  elektrischen  Kranbetriebes  angezeigt  erscheinen
lassen 1 ):  »Verwendbarkeit  eines  einzigen  Kraftwerks  mit  gleichen
Krafterzeugungsmaschinen  für  die  Kräne  als  auch  für  andere
Kraftverbraucher  und  für  die  Beleuchtung;  stete  Betriebsbereitschaft
der  Kräne;  Einfachheit  in  der  Konstruktion,  sauberster  Betrieb
und  hoher  Wirkungsgrad  der  Kräne;  selbsttätige  Tourenregulierung
bei  verschiedener  Belastung  ohne  Herabsetzung  der  Wirtschaftlichkeit ­
  der  Anlage;  einfachste,  betriebssichere  und  billige  Kraftleitungsführung; ­
  Unempfindlichkeit  der  Leitungen  gegen  Witterungseinflüsse, ­
  bequemste  Anpassungsfähigkeit  der  Leitung  an
Entfernungen  und  Höhenunterschiede;  für  die  Stromzuführung
einfache,  bewegliche  Schleifkontakte,  einfache  Unterhaltung,  Reparatur ­
  und  Auswechselung  von  Leitung,  Ermöglichung  bequemer
Abzweigungen,  Erweiterungen  und  Umänderungen  in  der  Leitungsanlage; ­
  Wegfall  von  Defekten  an  Erdleitungen  bei  Sackungen
des  Terrains  durch  Führung  der  elektrischen  Stromleitungen  in
Schlangenlinien.«
Diese  elektrischen  Halbportalkräne  sind  in  350  Exemplaren
im  Hamburger  Freihafen  vertreten.  Sie  haben  eine  Tragfähigkeit
von  je  3  Tonnen,  heben  diese  in  der  Sekunde  0,6  m  und  haben  eine
Schwenkgeschwindigkeit  von  2  m  per  Sekunde.  Die  Ausladung
der  Kräne  beträgt  normal  11  m,  läßt  sich  aber  auf  8  m  verkürzen.
Die  Verkürzung  ist  einmal  notwendig  wegen  der  Takelung  der
Schiffe,  dann  aber  auch  besonders  in  neuester  Zeit  wegen  der
-Anlagen  für  drahtlose  Telegraphie,  die  durch  unverstellbare  Ausleger ­
  leicht  beschädigt  werden  könnten.  Die  Auslegerhöhe  der
Kräne  beträgt  15,5  bis  18  Meter.  Der  Kranmotor  ist  für  die
Durchschnittsförderlast  von  1,5  Tonnen  bei  einer  ununterbrochenen
Dauerleistung  von  höchstens  30  Minuten  berechnet.  Dieser
Motor  genügt  bei  den  Ansprüchen,  welche  der  Hafenbetrieb  an
die  Kräne  stellt,  vollkommen,  da  zwischen  den  einzelnen  Transporten ­
  der  Güter  aus  den  Schiffen  stets  kurze  Pausen  eintreten,
während  welcher  Zeit  sich  der  Motor  genügend  abkühlen  kann.
Es  kommt  also  überhaupt  nie  eine  Dauerleistung  von  30  Minuten
m  Frage.  Die  Lastgeschwindigkeiten  der  beschriebenen  Kräne
s md  so  gewählt,  daß  ein  volles  Kranarbeitsspiel  im  Mittel  etwa
9°„Sekunden  erfordert.  Das  Anhängen  und  Wiederabhängen  der
l )  Bubendey  &  Meyer  a.  a.  O.  S.  5  ff.
            
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