Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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wieder  daran  erinnern,  besonders  die  deutschen,  deren  Schutzbefohlene ­
  ca.  120  Millionen  Pfund  Schweineprovisionen  aus
Amerika  essen.
Für  Oesterreich-Ungarn  ist  die  Sache  sehr  nebensächlicn,
da  dieses  Reich  nur  wenig  Nahrungsmittel  aus  Amerika  im*
portirt  und  sich  sogar  ohne  dieselben  behelfen  kann,
deutsche  Lösung  dieser  Frage  ist  eine  einfache  und  radikale:
Man  legt  einen  enormen  Zoll  auf  Schmalz  und  verbietet
Einfuhr  amerikanischer  Schweine  und  von  Fleisch  derselben.
Ob  die  armen  Arbeiter  sich  nun  werden  genügende  animaliehe
  Lebensmittel  kaufen  können,  ist  eine  andere  Frage!
Uebrigens  haben  Herr  Kern  und  ich  in  Amerika  gelernt,
dass  wir  in  Europa  grosse  Verschwender  sind,  indem  wir  gefallene ­
  Thiere  als  „Aas“  vergraben.  Sie  lassen  sich  zu
Herstellung  von  Dünger  und  Fett  sehr  zweckmässig  verwende  ,
nur  sollte  man  letzteres,  etwa  durch  Zusatz  einer  übelriechende^
und  nicht  von  ihm  trennbaren  Substanz,  denaturalisiren,  s
dass  es  nimmermehr  zur  Speise  von  Menschen,  sondern  n
zu  technischen  Zwecken  verwendet  werden  kann.  Europa
sehr  viele  Schweine,  Pferde,  Rinder,  Schafe,  Hunde,  ku^
Thiere,  von  denen  sehr  viele  jährlich  crepiren  und,  m  o
angegebener  Weise  verwendet,  uns  Hunderte  von  Milhon
Gulden  erbringen  können.  Dadurch  können  wir  die  La
wirthschaft  und  Industrie  heben,  indem  wir  ersterer  «»nen  P
für  gefallene  Thiere  zahlen  und  einen  billigeren,  guten  Ku
dünger,  der  Industrie  ein  billiges  Schmieröl  liefern.
Man  beginnt  in  Amerika  schon,  das  Mastfutter  zu  mise
namentlich  Kleie  zu  Mais  und  Gras  hinzuzugeben,  ^eü  dar
eine  bessere  Verwerthung  des  Futters  resultirt.  Ich  i
hierüber  eine  lehrreiche  Abhandlung  folgen,  die  mir  r
zu  Gesichte  kam  und  deutschen  Schweinezüchtern  nützen
Jedes  Thier  bedarf  zu  seiner  Ernährung,  sei  es
haltung  seines  Körpergewichtes  oder  zur  Vermehrung  de^^
die  in  seinem  Futter  enthaltenen  Nährstoffe,  als  löslich^^^^
weiss  (stickstoffhaltige  Nährstoffe),  wie  Kohlehydrate  un
(stickstofffreie  Nährstoffe)  in  einem  ganz  bestimmten  Gev^^.^^
verhältniss  zu  einander,  wenn  alle  diese  Stoffe  in  dem
            
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