Contents: Eigene Aktien und Verwaltungsaktien

§ 91. Preisregeln. 
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gegenüber, während das Angebot am ìvenigsten leicht der 
Nachfrage rücksichtlich solcher Güter zu folgen vermag, welche 
überhaupt nur in einer beschränkten Menge verfügbar imb 
jedenfalls nicht beliebig beschaffbar oder endlich selbst wenig 
aufbewahrungsfähig und transportfähig sind. 
Am stärksten steigen sowie fallen können daher verhült- 
nißmäßig die Preise derjenigen unentbehrlichen Giiter, 
bezüglich welcher einerseits die Nachfrage sich am wenigsten 
leicht weder mit abnehmendem noch bei zunehmendem 
Angebote ebenmäßig abmindert oder vermehrt, und 
andererseits das Angebot sich am wenigsten schnell und 
sicher weder mit dringender noch bei matter werdender Nach 
frage entsprechend vergrößern oder verringern läßt. Am 
mindesten beträchtlich schwanken dagegen die Preise der nicht 
ebenso unentbehrlichen oder allenfalls auch durch geeignete 
Ersatzmittel vertretbaren Güter, hinsichtlich deren die Nach 
frage den Bewegungen des Angebots und letzteres den Schwan 
kungen ersterer am ehesten und gleichmäßigsten nachfolgt. 
Die Nachfrage kann sich nie weiter ausdehnen, als die Zah 
lungsfähigkeit der Begehrer dies gestattet. Je höher der Preis 
einer Waare steht, um so weniger Menschen vermögen dieselbe 
zu bezahlen, und umgekehrt um so mehre. Waaren, welche 
für Viele zugänglich sind, pflegt deshalb stets, z. B. einem 
kleinen Grundstücke, Staatsschuldscheine x., eine größere, den 
Preis steigernde Concurrenz der Nachfragenden gegenüberzustehen, 
als besonders theueren oder an und für sich kostbaren Waaren. 
Die Nachfrage nach unbedingt unentbehrlichen oder durch Ge- 
wöhnung unentbehrlich gewordenen Gütern vermindert sich jedoch, 
weil Jeder zunächst lieber anderen und leichter zu missenden 
Gütern entsagt, nur mit abnehmender Zahlungsfähigkeit der 
Begehrenden. Hierdurch wird es endlich auch bedingt, das; dann, 
wenn die Preise unentbehrlicher Güter steigen, die Nachfrage 
nach entbehrlicheren Gütern sinkt und gegenthciligcn Falls sich 
tvieder hebt. 
Das Angebot hingegen kann nie größer sein, als die gegebenen 
Productionsverhältnisse dies gestatten. Dasselbe vermag aber 
am leichtesten der Nachfrage rücksichtlich solcher dauerhafter und
	        
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