Full text : Die Arbeiterfrage

ja.  Höre  ich  dieVöglein  singen  so  denke  ich
ihr  lebt  doch  in  der  Freiheit,  trotz  aller
Witterungseinflüsse  niemand  schreibt  euch
vor  wivihl  ihr  essen,  oder  was  ihr  essen
dürfet  alle  gleich  oder  ich  stüre  den  Sternenhimmel ­
  an  um  etwas  zu  beobachten.
(3.)  [B.  Schl.]
Mitunter  Werktags,  sonst  des  Sonntags  gehe
ich  in  ein  vielleicht  io  Minuten  entferntes
Wäldchen.  Ich  lege  mich  an  einsamer
Stelle  hin.  Aus  dem  Rauschen  des  Waldes
tönt  es  mir  ins  Ohr.  Im  Banne  sei  gethan.
Nie  sollst  du  Ruhe  finden.  Dein  Leben
und  Blut  sollst  du  verkaufen  um  elende
Silberlinge.  Im  Alter  wenn  deine  Knochen
zermürbt  und  dem  Ausbeuter  Kapital  wertlos ­
  sind,  sollst  Du  zum  Wanderstabe  greifen, ­
  'und  flehen  um  Mitleid,  um  menschliches ­
  Dich  verachtendes  und  verhöhnendes
Mitleid.  (2.)  [B.  R.]
Wenn  ich  einsam  bin,  denke  ich  auf  Liebe.
(3.)  [B.S.]
ja.  Ich  geh  gern  in  den  Wald,  denke  oft
daran  wie  schön  es  doch  sein  könnte,  wenn
der  Mensch  nicht  so  habsüchtig  war.  Hier
in  stiller  Einsamkeit  fühlt  man  sich  so  wohl
so  frei,  man  könnte  mit  Vögelein  jubelieren,
  wenn  sich  in  den  schönen  Traum
sich  nicht  immer  Frage  mischte  was  wird
der  morgige  Tag  bringen  Grobheiten  von

Seiten  des  Vorgesetzten  oder  neue  Lohnreduzierung. ­
  (3.)  [B.  S.]
ja.  Daß  die  Welt  „schön“  ist,  daß  jedes  lebende ­
  Geschöpf  ein  Recht  hat  zu  leben
und  zwar  zu  leben  wie  es  seine  Art  verlangt; ­
  daß  alle  Menschen  einer  Art  anj
  gehören  und  daß  es  falsch  ist  daß  sie
sich  in  Klassen  teilen  verdächtigen,  hassen,
einander  mißtrauen,  zerfleischen  und  aufreiben, ­
  wo  es  ihre  Pflicht  wäre  ihr  bestes
Können  einzusetzen,  damit  die  Art  immer
„vollkommener“  „schöner“  und  „besser“
werde  ähnlich  in  ihrer  Ruhe,  Würde
und  Majestät  dem  Walde  der  als  Produkt ­
  derselben  Schöpferkraft  im  Stande  ist
alle  edlen  Saiten  des  unverdorbenen  Menschengemütes ­
  zum  Klingen  zu  bringen.  (2.)
[B.  Schl.]
Daß  die  Sache  vom  Waldfrieden  eitel  Märchen ­
  ist.  Unter  den  Menschen,  in  der  Vegetation, ­
  im  Tierleben,  überall  schlagende
Beweise  dafür,  daß  der  Kampf  bis  aufs
Messer  tobt.  (1.)  [B.  Schl.]
Hätte  ich  nur  keine  Nahrungssorgen.  (3.)
[B.  Schl.]
Dann  steigen  vor  mir  die  hehren  Gestalten
der  Dichtung  und  Sage  auf  und  ich  höre
ihre  Stimmen,  höre  wieder  ihre  Worte,  mit
denen  Sie  das  Volk  aufmuntern.  Führend,
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