Full text : Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Teil  II.  Korn-Giroverkehr.

fängerin*  dieser  Giroquittung,  dagegen  jene  zwei  Männer
die  Empfänger  der  beiden  Zahlungen.
P.  Lond.  II  S.  89  Nr.  290  enthält  drei  Giroquittungen,  die  in
ihrer  Abfassung  übereinstimmen;  die  zweite  lautet^  :
(’'Etouç)  Ò  AÙTOKpÛTopoç  Kaícrap[oç  AopijiiavoO  ZeßacrroO
rep|Liav[iKoO],  ’Ene'iqp  iic.  K[áff]TUjp  K(ai)  oí  p€Tox(oi)  ctiTO-X(ÓTOi)
  [’ATr]iá[òo]ç.  Mejuie(Tpq|ue0a)  [ájnò  tüùv  Yevq(iuáTUJv)
TO(û)  ò  (ërouç)  K(aT)oí(KUJv)  <l)i\o'iT(áTopoç)  ZTOTOuqTiç;
Tfiç  ‘ApuaTáGou  (nupoO)  ¡uá(Tpip)  òr|{poaÍLLi)  eTr(aiTov)  àpTÚ-§(aç)
  iE  íípiau  i'ß',  Trpo((j)LieTpoú|aeva)  a  y'  i'ß',  Y(ívovTai)
(TTUpoô)  q.  KtX.
Die  Erklärung  dieser  Urkunde  stößt  infolge  ihrer  unklaren
Abfassung  auf  gi’oße  Schwierigkeiten.  Man  kann  die  Katöken  als
die  Zahlungsempfänger  und  Stotoetis  als  die  Zahlerin  auffassen,
ebensogut  aber  auch  Stotoetis  als  die  Empfängerin  und  die  Katöken
als  die  Zahler.  Im  ersteren  Falle  stände  ‘KaToÍKuuv’  statt  ‘unèp
KUTOÍKUJv’  gemäß  Abschn.  38  und  ‘Ztotouíitiç’  (d.  i.  Ztotouiítioç)
wäre  die  Zahlerin  gemäß  Abschn.  37  ;  im  anderen  Falle  stände
'ZioToupTiç’  (d.  i.  Ztotouiítioç)  statt  'unèp  ZiOTOuqnoç’  gemäß
Abschn.  38,  und  die  Katöken  wären  die  Zahler  gemäß  Abschn.  37.
Wahrscheinlich  aber  ist  es,  daß  die  Katöken  die  Zahler  sind;
wären  sie  die  Empfänger,  so  müßte  man  erwarten,  daß  nicht  der  Staatsspeicher ­
  in  Apias,  sondern  derjenige  in  Philopator  die  Zahlung  für  sie
entgegennimmt.  Allerdings  lagen  beide  Dörfer  dicht  beieinander^.
Daß  die  Namen  im  Nominativ  oft  ebenso  aufzufassen  sind
wie  die  Namen  hinter  eîç,  zeigt  P.  Teb.  II  366  (188  n.  Chr.).
Dieser  Papyrus  ist  auch  sonst  sehr  lehrreich  für  die  hier  aufgeworfenen ­
  Fragen.  Der  Text  lautet:
’'Etouç  xq  Mápxou  AùpqXiou  Koppóòou  ’Avruiveívou  Kaí-(Tapoç
  Toû  Kupíou,  TTaûvi  X.  TTóvviç  ZiuíX(ou)  xai  Eutuxoç
Koupapeîç  xai  péToxo(i)  xiúpqç  TeTT(TÚveujç).  MepeTpqpeGa
àrrò  Yevqpaxoç  toO  aùxoû  ëxouç  péxpiu  bq(pouíiu)  SuUxúj  eiç
Euxuxov  'Eppoúç  xXq(poúxiJUv)  (nupoO)  (dpxdßag)  lò  q',
xai  TaapjLiiúuiç  TTaxqß(xiog)  xXq(poúxuJv)  (nupoO)  (àpxá6aç)Cq',
  q  aòxq  lepâç  xXq(poúxujv)  (irupoO)  (dpxdßag)
ò  x'ò',  {xai  KpovoOç  *HpaxXqou}  xai  ’Eireicp  9  eiç  Kpo-‘
  vgl.  die  Beispiele  auf  S.  168  f.
»  vgl.  die  Berichtigungen  von  Grenfell  und  Hunt,  P.  Teb.  II  S.  407.
®  vgl.  Grenfell  und  Hunt,  P.  Teb.  II  S.  407.
            
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