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Kathreiners Malzkaffee-Fabriken,
Berlin—München.
Die auf Veranlassung des Pfarrers Kneipp im Jahre 1889 von der Firma Franz
Kathreiners Nachf. in München aufgenommene Malzkaffee-Fabrikation hat sich seit dieser
Zeit zu einer nationalen Industrie entwickelt.
Im Jahre 1892 wurde die Firma Kathreiners Malzkaffee-Fabriken G. m. b. H. in München
gegründet; die Firma besitzt jetzt in Deutschland folgende Fabriken: Ürdingen, Magdeburg,
Karlsruhe, Breslau, Frankfurt a. O., Groß-Crostitz, Mainz. Die Leitung des Unternehmens
ist in Berlin und München.
Die Firma verfolgt den Grundsatz, durch Zahlung hoher Löhne bzw. Gehälter und Gewährung
von Gratifikationen den Angestellten eine entsprechende Lebensführung zu ermöglichen
und sie auch in den Stand zu setzen, Lebens-, Pensions- und andere Versicherungen, die
sich aus dem Pflicht- und Verantwortlichkeitsgefühl gegenüber der Familie ergeben, abzuschließen.
Außerdem bestehen folgende Wohlfahrtseinrichtungen:
a) Wohlfahrtseinrichtungen für Arbeiter.
1. FABRIKKRANKENKASSE. Neben den gesetzlich festgelegten Leistungen für den
Arbeitnehmer wird durch die Fabrikkrankenkasse freie ärztliche Behandlung und freie
Arznei für die Ehefrau und
die erwerbsunfähigen Kinder
gewährt.
2. STERBEKASSE. Beim
Tod eines Familienmitgliedes
wird unter der Arbeiterschaft
eine Sammlung veranstaltet;
der gleiche Betrag, den diese
Sammlung ergeben hat, wird
dann seitens der Firma an die
Hinterbliebenen ausgezahlt.
Diese Einrichtung ist in hervorragendem
Maße geeignet,
das Zusammengehörigkeitsgefühl
zwischen Arbeitgeber
undArbeitnehmernzufördern.
3. ARBEITERUNTERSTÜTZUNGSKASSE.
Kranken,
verunglückten oder in
Not geratenen Arbeitnehmern
oder deren Familien werden
Kathreiners Arbeiterwohnhäuser.