Full text: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Württembergische Metallwarenfabrik, Geislingen. 
XXIV. 3al)r0atig. 
9Ir. 3. 
Bettung ößß ttDoljlfaljrtsoerßtns ber ©ciöttitflcit.st. 
UMrttembergifdjen .MetaLlwarenfabrik Q&ßißiingcn-j&t ben l.ftebruar 1913. 
®le JJettrftuube erfcfjelnt alle u läge Samstags. Slbounemcniöpvel« uicvrcljährltd) In Der ftabvif io i$, tuivctf btc syofi bezogen: 
in SEOürttembevß imb im ßaiycu bcutfdjen 'JJelcb 20 1$ o&ue ücficUßelb. (3ctmiißC'met0ll|te i»i3 ©die 127.) 
Vereins. Ihr ist ein reiches Arbeitsfeld zugewiesen. Denn außer der Erledigung der laufen 
den Korrespondenz, der Jahresabschlüsse der einzelnen Fonds, Statistik usw. liegt ihr 
hauptsächlich der unmittelbare Verkehr mit den Fabrikangehörigen ob: Entgegennahme 
von mündlichen oder schriftlichen Gesuchen, Wünschen und Anfragen, Erteilung von 
Rat und Belehrung bei Rechtsfragen, Käufen, Abfassung von Schriftsätzen, besonders 
in Versicherungsangelegenheiten, Ausgleichung von Streitigkeiten zwischen Fabrikange 
hörigen, Einleitung der ersten Hilfe 
leistung bei Unglücksfällen u. dgl. 
Sie versieht ferner unter Leitung 
und Aufsicht der Direktion die Ar 
beiten der Krankenkasse, der 
Unfall- und Invalidenver 
sicherung, der Jugendspar 
kasse und endlich die Schrift 
leitung der Fabrikzeitung „Die 
Feierstunde“. Diese erscheint 
seit 1890 regelmäßig alle 14 Tage 
Samstags und dient der Besprechung 
von sozialpolitischen Tagesfragen, 
der Bekanntmachung von die 
Fabrik betreffenden Angelegen 
heiten sowie der Unterhaltung und 
Belehrung der Fabrikangehörigen. 
Der Abonnementspreis beträgt für 
die letzteren 10 Pf. im Vierteljahr; 
für Auswärtige bei Bezug durch die 
Post 20 Pf. einschließlich der Post 
gebühr, jedoch ohne Bestellgeld. 
PENSIONEN UND UNTER 
STÜTZUNGEN. Eine Pensions 
kasse, welche den Beamten und 
Arbeitern ein Recht auf bestimmte 
Pensionsbezüge gewähren würde, 
hat die Württ. Metallwarenfabrik 
nicht. Dagegen sind durch ver 
schiedene, hauptsächlich aus jähr 
lichen Zuwendungen der Aktien 
gesellschaft angesammelte und sich 
ergänzende Fonds die Mittel bereit 
gestellt, um den Fabrikangehörigen 
und deren Hinterbliebenen bei Ar 
beitsunfähigkeit sowie in Sterbe 
fällen eine weitgehende Fürsorge 
gewähren zu können. Wenn diese Zuwendungen auch den Charakter freiwilliger 
Leistungen der Firma haben und demgemäß im Hinblick auf die Möglichkeit des Ein 
tritts außerordentlicher Umstände stets ausdrücklich als widerruflich bezeichnet werden 
müssen, so ist andererseits hervorzuheben, daß sie ausschließlich von der Firma, ohne 
jede Beitragsleistung der Angehörigen, aufgebracht werden, und daß für ihre Bemessung 
bestimmte Normen aufgestellt sind, welche unbeschadet jederzeitiger Berücksichtigung der 
besonderen Umstände einzelner Fälle eine stetige, gleichmäßige und gerechte Anwendung 
der Einrichtung gewährleisten. 
3>ninlii>cmicrftdjcrmtg 
in ftfürttcmberg. 
f Sine intereffauten WaterialS bietet 
aUjätjrlid) ber ©efchäft§berid)t ber 93er* 
fidierungdanftalt Württemberg. Ser ©e= 
fd)äft3berid)t für ba3 föalenbcrjabr 1911 ift 
rote feine Vorgänger gebrueft erfd)ienen unb 
mit reid)lid)en ftatiftifd)eu Tabellen, lieber* 
fidjtcn 2C. au§geftattet. 
Ser 93erid)t geigt bic fegen3reid)e Wirffamfeit 
biefer fogialen Verfid)erung5einrid)tung unb ben 
Umfang, ben bie Verwaltung biefer Verficherung 
angenommen bat- 3Bir ermähnen u. a. ben 
©efamtumfatj oon 22% Wiflionen Warf pro 
3aht, bie 3af)l uon burd)fd)nittlid) 534 ^3 o ft * 
fenbungenam Sag, bie Belieferung oon 427 403 
OuittungSfarten im $al)r 1911, ferner bie 
auf 469486 berechnete 3 a h l ber Verfidjerten 
in Württemberg, bie 3,21% aller Verficberten 
be3 Seutfchen Bleichet ausnnacben. Bladj bem 
Hauptberuf gegliebert, finb oon ben Verwerten 
317000 in ^nbuftrie unb Hanbel tätig. 
Sie gefamten ©innahmen an Beiträgen 
betrugen runb 7 */ 2 9JlilI. Warf, % WilL mehr 
als im oorauSgegangenen 3 Q hr 1910. Wir 
finben hierunter nahegu 3 Will. ^Beiträge ber 
böcbften fiobnflaffe, klaffe V (mehr al3 1500 JA 
3abre3m:beit§Derbienfi). 
Von ben ©ingugSftellen in © e i 3 l i n g e n 
mürben 267 096 Veitrag^marfen mit einem ©elb* 
wert oon JA 70939.26 oenoenbet. 
$eftgefteflt ift eine3unabtne ber fr ei willigen 
Weiteroerficherung,mährenboonberSelbft= 
»erfidjerung immer nod) oerfdjwinbenb wenig- 
©ebraud) gemacht mirb. Sie 3 a bl bev oer-- 
fid)crten Württemberger, bie außerhalb bed 
SanbeS in Arbeit flehen, mar rote in ben Vor 
jahren größer al3 bie 3 a W ber oerfidjerten 
fTlichtroürttemberger, bie im Sanbe befcßäftigt finb. 
Sie Bienten haben am Schluffe be3 $abte§ 
1911 folgenben Staub erreicht: 
36152 3no.*9lenten mit JA 5743619.80 pr. Qahr 
1180 Fronten« „ „ „ 197567.— ,, „ 
2546 BllterS* 404596.40 „ 
39878 JA 6345783 20 pr. $aht 
Ser Hod)ftbetrag ber 3nualibenreutc einc§ 
Verfilterten betrug JA 270.60, ber nieberfte 
betrag (erreichbar fdjon bei 200 VeitragStnarfcn) 
<-fA 117.60. Sie ältefte BUter3renten=©mpfängerin 
be^ 3ahre$ 1911 mar 96 3at)re alt; bie ältefte 
ijSerfon, welche ^noalibenrente empfängt, eben* 
falls eine $rau, ift 95 3afjre alt. 12 Renten* 
empfänger fteben erft im Filter oon 20 Rohren. 
So finb aifo ade BllterSflaffen oom 20. bi§ 
96. ßeben§jahr oertreten. 132 Blentner finb in 
3noalibeit heimen untergebracht, wo fie außer 
Wohnung oodftänbigc Verpflegung für Bledjnung 
ber Verficherungsanftalt erhalten. 
3m 3abr 1911 finb neu o er willigt worben: 
4460 3noalibenrenten, 758 ftranfenrenten, 368 
BllterSrenten, «tfammen 5586, barunter an Bin» 
gehörige be3 VegirfS ©eiSlingen: 81 3noaliben» 
renten, 15 ®ranfcnrenten, 14 BUterärenten, gu» 
fammen 110. 
©inen wichtigen $aftor i n ^ cn Blufgaben ber 
Verfid)erung$anftalt bilbet ba3 £ eil oer fahren. 
Fabrikzeitung der Württembergischen Metallwarenfabrik.
	        
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