Full text: Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Depot- und Depositengeschäft zugelassen, wenn ihnen die zum ordnungs 
mäßigen Betrieb erforderlichen Mittel im Inland zur Verfügung stehen, 
lvenn die Vorstandsmitglieder die erforderliche Zuverlässigkeit und genügend 
fachliche Vorbildung besitzen, und wenn die Zulassung volkswirtschaftlich 
gerechtfertigt ist. 
Bei Genossenschaften genügt, daß sie einem Revisionsverbande 
angehören, und daß der Geschäftsbetrieb nicht über den Kreis ihrer Mit 
glieder hinausgeht. — 
Das Bankgeheimnis ist noch nicht wieder hergestellt, da bestehen 
geblieben ist die Auskunftspflicht der Banken auf besondere Anfrage der 
Finanzämter. In Wegfall gekommen ist dagegen die Einsendung von 
Kunden Verzeichnissen und der Depotzwang (bei Einlösung 
inländischer Zinsscheine). 
III. Passivgeschäfte der Banken. 
J. Das Deposttengeschäst Z. 
a) Sicherheit und Art der Depositen. 
Hauptziel aller Banken und Bankiers ist Ansammlung, Aufbewahrung 
und Verteilung von Geldern. Die Aufnahme der Gelder geschieht bei 
den Kreditbanken hauptsächlich in Form der Depositen: Die Gläubiger 
(Kunden) bringen das Geld dem Schuldner (Bankier, Bank) zur geschäft 
lichen Benutzung. Das moderne Depositengeschäft, wie es insbesondere 
unsere großen Kreditbanken Pflegen, hat sich aus dem Depositengeschäft 
der alten Girobanken entwickelt. Der wesentliche Unterschied 
st Literatur: Gustav Mötsch mann, Das Depositengeschäft der Ber 
liner Großbanken. München 1915. Georg Obst, Das Bankgeschäft, Bd. 1 
und II. 8. Ausl. Stuttgart 1924. Willi Prion, Die deutschen Kreditbanken 
tm Kriege und nachher. Stuttgart 1917. CaesarStraus, Unser Depositen- 
geldsystem und seine Gefahren. Frankfurt a. M. 1892. Otto Warschauer, 
Das Depositenbankwesen in Deutschland mit besonderer Berücksichtigung der 
Spareinlagen. Conrads Jahrbücher 1904, S. 454 ff. H. H a r t u n g , Die 
Depositengelder in der Bankenquete. Berlin 1910. Referate aus dem III. deutschen 
Bankiertag in Hamburg (1907) von Iaff 6, Damme und Müller. Weiter: 
die Stenographischen Berichte der Bankenquete, Berlin 1910.
	        
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