Full text: Geld-, Bank- und Börsenwesen

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steller des Schecks an den Darlehnsgläubiger, bzw. für diesen auf die 
Bank als Pfandbefitzerin über. Demgemäß werden die verpfändeten 
Effekten von dem Guthaben des Scheckausstellers abgebucht und auf einem 
besonderen „Pfand-Konto" geführt, auf dem sie zur ausschließlichen Ver- 
fügung des Darlehnsgläubigers aufbewahrt werden. Der Kassenverein 
übt die Funktion eines Pfandhalters aus. 
Bei der Gewährung von U l t i m o g e l d gegen Hinterlegung von 
Sicherheiten bildet die Benutzung des grünen Schecks eine erhebliche Ver- 
einfachung und Zeitersparnis. A, der Geld von B leiht, braucht dem B 
die zur Sicherung dienenden Effekten nicht ins Haus zu senden. B erspart 
die Mühe des Nachzühlens und Verwahrens und AdieKontrolle bei derRückgabe. 
Insgesamt wurden im Jahre 1926 2 263 660 Posten auf Giro-Effekten- 
Depot gebucht. Die Summe belief sich auf 36,9 Milliarden RM; 23 "so hier 
von wurden in grünen Schecks ausgeschrieben. 
Das seit 1882 bei der Bank des Berliner Kassen-Vereins bestehende 
Giro-Effektendepot sSammeldepotj wird seit Herbst 1925 auch auf die 
der Bankkundschaft gehörenden Effekten ausgedehnt. Um 
die Hereinnahme der Kundeneffekten in das Sammeldepot zu ermöglichen, 
sind die Banken und Bankfirmen im Oktober 1925 dazu übergegangen, 
mit ihren Kunden Sammelverwahrung beim Kassenverein zu vereinbaren. 
Das an die Kundschaft gerichtete Rundschreiben hatte folgenden Wortlaut: 
„Der jetzige Essektenverkehr ist wegen des geringen Nennwertes fast sämt 
licher auf Reichsmark umgestellten Aktien und der geringen Durchschnittshöhe 
der meisten Börsenaufträge für uns mit so großen Unkosten verknüpft, daß 
Nr. . 
Grüner Scheck. 
Die Bank des Berliner Kassenvereins, Giro-Effekten-Depot, wird 
hierdurch beauftragt, aus meinem Bestände zugunsten und zur Ver 
fügung der Dresdner Bank 
RM Hunderttausend Norddeutsche Lloyd-Aktien 
aufzubewahren. 
-oU 100000 
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..Aktien 
Berlin, den 23. Februar 1926. 
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