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des Einzelinteresses der deutschen Bundesstaaten zu einein Gesamt
interesse für Preußen vorzüglich wünschenswert sei, zu dem plane
einer völligen Handelsfreiheit zwischen den Bundesstaaten die pand
zu bieten am ehesten geneigt fei, und daß es am liebsten die
Schwierigkeiten gehoben sehen werde, die sich der Ausführung ent
gegenzustellen schienen." Und gleicherinaßen sprach sich in Gegenwart
von drei Ministern um Weihnachten 1819 der Staatskanzler Fürst
Pardenberg zu Abgeordneten des Vereins deutscher Raufleute aus,
die ihn in der allgemeinen Zollfrage um Bescheid angegangen hatten:
„Daß die preußische Regierung, weit entfernt, durch einseitige Maß
regeln den Wohlstand der deutschen Nachbarstaaten untergraben zu
wollen, sich freuen würde, wenn alle Regierungen Deutschlands über
die Grundsätze eines gemeinschaftlichen, die Wohlfahrt aller Teile
fördernden Handelssystems sich vereinigen könnten, wozu die preußische
Regierung sehr gern die pände bieten werde, um ihrerseits mit-
zuwirken, daß dein ganzen Deutschland, die Wohltat eines freien,
auf Gerechtigkeit gegründeten Pandels zu teil werde." Auch frühere
Erklärungen pardenbergs weisen darauf hin und von Eichhorn
ergingen direkte Einladungen zum Anschluß.
Aber man war freilich außerhalb Preußens gar nicht geneigt
sich auf die preußischen Vorschläge einzulassen. „Überall", so sagt
der Minister von Eichhorn in einem rückblickenden Gutachten vom
21. April 182-1, „bestand jene Eifersucht, die jeden gemeinsamen
Zwang, der doch bei einem gemeinschaftlichen Zollsystem un
vermeidlich ist, unerträglich findet." Selbst ein so erleuchteter und
verständiger perr wie Rarl August von Weimar betrachtete es als
eine höchst anmaßende Zumutung, daß er seine rings von
Preußen umschlossenen Ämter Allstädt und Oldisleben dem
- preußischen Zollsystem einfügen sollte und verwahrte sich im
Januar 1819 durch ein Schreiben nach Berlin dagegen.
Es war das zugleich die Antwort auf die im Anfang desselben
Zahres von Berlin an alle Besitzer solcher in Preußen liegenden
Enklaven erfolgten Erklärung, der Röntg sei bereit, nach billiger
Übereinkunft den Landesherren der eingeschlossenen Gebiete das