Full text: Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

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Danach waren 
nach den Angaben aus 
Karlsruhe München 
1903 
% 
2,3 
1911 
% 
5,3 
3.9 
8,5 
6.9 
18,2 
10,3 
47,0 
Töchter von 
1. Höheren Beamten, Ärzten (Mnohn.: Privat 
beamten, Lehrern) 
2. Fabrikanten, Kaufleuten 12,3 
3. Mittleren Beamten 3,6 
4. Kaufmännischen Angestellten •— 
5. Handwerkern, Gast- und Landwirten . . 15,8 
6. Werkführern, Inspektoren ....... 4,9 
7. Unterbeamten 8,0 
8. Gesellen, Dienern, Arbeitern 49,9 
9. Sonstigen Angestellten — — 
10. Verschiedenen anderen 2,9 — 
Hier ist die Arbeiterschaft noch stärker vertreten als bei den 
Kontoristinnen. Dementsprechend ist auch der prozentuale Anteil 
der höheren Schichten geringer. 
Die Tabellen lassen also den Schluß zu, daß sowohl im Kontor 
wie im Verkauf die Tätigkeit der Arbeitertochter unter Verdrängung 
der Angestellten aus höheren Kreisen im Anwachsen ist. Im Verkäufe 
rinnenberuf ist es dem Arbeiterstand schon gelungen, die Hälfte aller 
Stellen in seine Hand zu bringen; im Kontor scheint eine ähnliche Ent 
wicklung vorzugehen, wenn auch bis jetzt noch die bürgerlichen 
Schichten zweifellos überwiegen. 
B. Alter und Familienstand. 
Nicht unwesentlich für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit 
der Frauenarbeit im Handelsgewerbe und der Lohnhöhe ist die Frage 
nach dem Alter. Hierüber gibt die Reichsstatistik von 1907 Auskunft. 
Von den kaufmännischen Angestellten der betreffenden Altersklasse 
waren Personen weiblichen Geschlechtes: 
unter dem 
Kontor- 
Verkaufs- 
personal 
personal 
0/ 
/ 0 
% 
unter 14 Jahren . . . 
. . . 16,6 
35,3 
von 14—16 ,, .... 
. . . 27,5 
38,8 
„ 16—18 
. . . 38,1 
41,5 
„ 18—20 „ . . . . 
. . . 30,9 
44,3 
„ 20-25 „ . . . . 
. . . 26,9 
48,2 
„ 25—30 ...... 
. . . 15,7 
41,8
	        
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