Full text : Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

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sprechen.  Eingeführte  und  langbewährte  Kräfte  werden  natürlich
auch  hier  Dauerstellungen  innehaben,  da  sie  schwer  zu  ersetzen  sind,
und  ein  Stamm  von  Verkäuferinnen  auch  während  der  stillen  Zeit
gehalten  werden  muß.  Die  anderen  Kräfte  aber  werden  nach  Bedarf ­
  eingestellt.  Inden  Jahresberichten  von  1899  gibt  der  Kaufmännische
Verband  eine  Zusammenstellung  über  die  Zahl  der  Tage,  die  die  Benutzerinnen ­
  des  Stellennachweises  von  der  Aufgabe  ihrer  Tätigkeit
als  Verkäuferin  bis  zum  Antritt  in  der  neuen  Stellung  beschäftigungslos ­
  waren.  Danach  betrug  die  Zeit  der  Arbeitslosigkeit:

545  =  21,2  %

0  Monate  bei  ....

1135  =

44,3  %

y 4

99

99  •  •  •  •

59  =

2,3  %

y 2

9  9

9  9  •  •  •  •

190  =

L4  %

%

9  9

9  9  ....

90  =

3,5  %

i

9  9

99  ....

206  =

8,0  %

2

9  9

9  9  ....

314  =

12,1  %

3

9  9

99  ....

197  =

7,7  %

4

9  9

99  ....

138  =

5,4%

5

9  9

,,  ....

65  =

2,5  %

6

9  9

99  ....

61  =

2,4  %

7

9  9

9  9  ....

30  =

1,2  %

8

99

99  ....

30  =

1,2  %

9

99

9  9

12  =

0,5  %

10

9  9

99  ....

10  =

0,4%

11

9  9

99  ....

6  =

0,2  %

12

9  9

9  9  ....

3  =

0,1  %

mehr  als  12

9  9

99  ....

19  =
2565  =

0,7  %
99,9  %

Das  ergibt  also  eine  durchschnittliche  Stellenlosigkeit  von  günstigstenfalls ­
  iy 2  Monaten.  Das  Ergebnis  ist  recht  traurig  und  zeigt,
welcher  Ungewißheit  im  Verdienst  diese  Angestellten  anheimgegeben
sind.  Durch  die  Gründung  zahlreicher  Großbetriebe  im  Kleinhandel
ist  jetzt  vielfach  eine  schnellere  Unterbringung  der  Stellensuchenden
möglich.  Aber  wiederum  bewirkt  die  gesteigerte  Nachfrage  infolge
der  scheinbaren  Leichtigkeit  des  Erwerbes  auch  einen  stärkeren  Zudrang. ­
  Ein  solcher  Ausfall  im  Gehalt  beeinflußt  natürlich  die  Höhe
des  Jahreseinkommens  ganz  wesentlich,  da  er  besonders  die  Angestellten
trifft,  die  leicht  zu  ersetzen  und  daher  schlecht  oder  mäßig  bezahlt
sind.  Das  tatsächlich  erzielte  Jahreseinkommen  der  Verkäuferinnen
stellt  sich  also  erheblich  geringer  als  das  der  Kontoristinnen;  eine
große  Anzahl,  man  kann  sagen,  fast  die  Hälfte,  verdient  jährlich  nicht
den  Lebensunterhalt.
            
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