Die Gütertarife.
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Ein- und Ausladen ist allerdings bei offenen Wagen
^^ichter und bequemer: aber dies könnte besten Falls
^ocli nur auf die, im Wagenraumtarif für offene und
^^deckte Wagen gerade gleiche Expeditionsgebülir, nicht
den Streckenfraclitsatz Einfluss üben, und wird
|nehr als aufgewogen durch die Beschränkung der Eisen-
^^lüien in der Verwendung offener und bedeckter Wagen,
nach dem sie gerade zur Hand sind, ganz besonders
‘•-üch in der Benutzung rücklaufender fremder Wagen.
^ Bas grösste Gewicht pflegt auf die Verzinsung der etwa
'0 höheren Beschaffungskosten der bedeckten Wagen gelegt
Werden. Jedoch in Deutschland macht der in den Güter-
^^gen steckende Theil von den ganzen Anlagekosten der
^‘Seilbahnen nur etwa hja aus, und jene Erhöhung von 25%
‘“üint also auch nur gegenüber dem zwölften Theile des,
‘ ‘iie Zinsrente der ganzen aufgewendeten Summe dar-
^^Gllenden Reingewinns in Frage. Bei den deutschen Bahnen
.jetzt noch nicht 40°;o des Bruttoertrags pro Centnermeile
^‘‘‘gewinn, und eine Erhöhung um für den zwölften Theil
Reingewinns, d. h. für 3 Vs % des Bruttoertrages, bedeutet
'^^h nicht 1 o/o des letzteren. Nur um so viel, noch nicht
1«/^ braucht also der Tarifsatz pro Centnermeile für be-
Wagen höher zu sein, um den Mehrbetrag der Zinsen
^ ^ ‘hren höheren Ankaufspreis zu decken. In den deut-
l^^hen Wagenraumtarifen beträgt jene Erhöhung 50
^‘^w. SS’/gO/jj des Tarifsatzes für offene Wagen, 2:3
l'/'a : 2 Pfennigen.
^ Bie Differenz des Frachtpreises bei einem mit 200 Centnern
‘‘denen offenen oder bedeckten Wagen stellt sich im Wagen-
^“üütarif auf 200 X ’/a Pfennig = 1 Mark pro Meile ; werden
des Specialtarifs *) z. B. Salz, welches niemals unbe-
^l^kt transportirt werden kann, in bedeckten Wagen aufge-
^ sogar auf 200 X 1 Pfennig — 2 Mark pro Meile.
Pfg- pro Centner und Meile.
Ein- und Aus
laden.
Benutzung rüek-
laufender frem
der Wagen.
Verzinsung der
Beschaffungs-
ko.ten.
Frnchtpi eisunter
schied für be
deckte und offene
Wagen imWagen-
rauintarif.