Full text : Die Berliner Arbeiterbewegung von 1890 bis 1905

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R.  Koblenzer  .

.  .  33.  Bezirk

Tolksdorf  .  .  .

.  15.  Bezirk

W.  Pfannkuch  .

.  .  48.  „

Jul.  Wernau

.  2.  „

Gottfr.  Schulz

.  -  12.  „

Fritz  Wilke  .  .

.  21.  „

Paul  Singer.  .

.  .  13.  „

Em.  Wurm  .  .

.  35.  „

Art.  Stadthagen

.  -  14.  „

Fritz  Zubeil  .  .

.  10.  „

Das  Mandat  von  Th.  Glocke  wurde  wegen  eines  Formfehlers  angefochten, ­
  aber  erst  am  3.  Oktober  1901  für  ungültig  erklärt,  so  daß  die
Ersatzwahlmit  den  für  diesesIahr  erforderlichen  Ergänzungswahlen  zusammenfiel. ­
  Bei  diesen  ward  der  Sitz  mit  großer  Mehrheit  —  2302  gegen  1552
Stimmen  —  aufs  neue  erobert,  und  ebenso  behauptete  die  Sozialdemokratie
in  allen  Bezirken,  wo  für  ihre  Vertreter  Ergänzungswahlen  stattzufinden
hatten  —  neben  dem  44.  der  10.,  12.,  23.,  35.,  36.  und  48.  Bezirk  —,  mit
großen,  meist  geradezu  erdrückenden  Mehrheiten  ihre  Positionen.  Außerdem
aber  eroberte  sie  den  letzten  der  neuen  und  fünf  der  alten  Bezirke,  nämlich
den  45.,  sowie  den  9.,  11.,  22.,  32.  und  34.  Bezirk,  so  daß  die  Fraktion
von  22  auf  28  Mitglieder  anwuchs.
Die  neugewählten  sozialdemokratischen  Stadtverordneten  waren:  Emil
Basner  (23.  Bezirk),  Dr.  Alfred  Bernstein  (9.  Bezirk),  Dr.  R.  Friedeberg ­
  (22.  Bezirk),  Karl  Liebknecht  (32.  und  45.  Bezirk),  Th-  Metzner
(11.  Bezirk),  Lerm.  Ramlow  (34.  Bezirk)  und  Dr.  Weyl  (36.  Bezirk),
letzterer  an  Stelle  von  R.  Lerzfeldt,  der  nicht  wieder  kandidierte.  Wiedergewählt ­
  waren  Glocke,  Pfannkuch,  Schulz,  Wurm  und  Zubeil.
Karl  Liebknecht,  der  in  zwei  Bezirken  gewählt  war,  nahm  für  den  45.  Bezirk
an,  und  bei  der  im  32.  Bezirk  am  11.  Dezember  erfolgenden  Nachwahl
wurde  an  seiner  Stelle  der  Redakteur  des  „Vorwärts"  Karl  Leid  gewählt.
Eine  weitere  Nachwahl  ward  dann  im  11.  Bezirk  notwendig,  als  am
20.  August  1902  Theodor  Metzner  verschied.  Sie  fand  am  5.  November
1902  statt  und  ergab  die  Wahl  des  Sozialdemokraten  Emil  Voigt  mit
1552  gegen  767  Stimmen.
Auch  die  Ergänzungswahlen  des  Jahres  1903  brachten  eine  Vermehrung
der  sozialdemokratischen  Mandate.  Die  Neugewählten  waren:  Otto  Antrick
(8.  Bezirk),  Franz  Kotzke  (28.  Bezirk),  Paul  Schneider  (24.  Bezirk)  und
Lermann  Schubert  (31.  Bezirk).  Ein  fünftes  Mandat,  das  damals  erobert
war,  die  Wahl  Em.  Kerfins,  mit  788  gegen  743  Stimmen  (17.  Bezirk),
ward  später  auf  unbedeutende  Formfehler  hin  für  ungültig  erklärt,  und  als
im  November  1905  Nachwahl  stattfand,  ging  es,  trotz  erhöhter  sozialdemokratischer
  Stimmenzahl,  wieder  an  die  Gegner  verloren.  Im  5.  Bezirk  war  der
sozialdemokratische  Kandidat  Lerm.  Werner  in  Stichwahl  gekommen,
unterlag  aber  in  dieser  mit  1197  gegen  1587  Stimmen.  Die  sozialdemokratischen
Stadtverordneten,  deren  Mandate  zu  erneuern  waren  —  Augustin,
Borgmann,  Bruns,  Ewald,  Gründel,  Singer,  Stadthagen  —
wurden  sämtlich  wiedergewählt,  die  meisten  davon  nahezu  einstimmig.  So
erhielten  Stimmen:

47.  Bezirk  Augustin

2100

gegen

2  gegnerische  Stimmen.

25.  „  Bruns

3437

„

31  „  „

43.  „  Ewald

3043

„

87  „  „

13.  „  Singer

2901

„

62  „  ,,

14.  „  Stadthagen  3005

tt

91
            
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