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Verband der Schneider, Schneiderinnen and
verw. jjerufsgenossen Deutschlands.
Quittungs-Karte
über geleistete Beiträge zum Streik- und Agitations-Fonds.
ft/tf.-Mad'.
beigetroteo am
ausgestellt am...^Jrts<u 19.4?/...
P. 8. Sofern die Karte vollgeklebt, ist dieselbe anr Abstempelung der Marken an die Orts-
Verwaltung abzuliefern und eine neue zu verlangen. Oie Karte, bleibt Eigentum des Inhabers.
Buch-JV?...
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Der Vorstand.
iburg, OrahBahn 4ö.
145. Quittungs karte über Beiträge zum Streik
und Agitationsfonds
mitwirkenden Fabri
kanten wie auch von
den Arbeitern für an
nehmbar erklärt war,
prüfte ihn das Eini
gungsamt durch und
legte ihn dann den Fa
brikantenvereinen vor.
Dort stieß er aber auf
lebhafte Opposition und
wurde schließlich in einer
General-Versammlung
des Vereins mit Mehr
heit abgelehnt. Damit
aber nicht genug, schrieb
nun der Vorstand des
Vereins an das Eini
gungsamt, es habe sich jetzt gezeigt, daß ein Tarif auf dem Wege des
Vergleichs nicht zustande kommen werde, damit sei die Voraussetzung für
das Kompromiß vom 19. Februar hinfällig geworden, der Fabrikanten-
vercin könne sich daher durch dieses nicht mehr für gebunden erachten. And
das Organ des Fabrikantenvereins, der „Confektionair", fügte der Notiz,
in der cs den Inhalt des Briefes wiedergab, die Bemerkung an, die Er
klärung werde vielleicht einen neuen Streik zur Folge haben, die Fabrikanten
fürchteten ihn aber nicht, da sich massenhaft Arbeiter zu den niedrigsten
Löhnen anböten, der für die Dauer des Kompromisses ausbedungene
Lohnzuschlag von 12 1 / 2 Prozent aber andern Orten der Konfektionsindustrie
zugute käme, die nach freiem Ermessen die Löhne festsetzen könnten. Anver
hüllter konnte man es nicht ankündigen, daß die Lohndrückerei von neuem
das entscheidende Wort haben sollte.
Noch einmal ermannte sich jedoch die Presse zu einem scharfen Protest.
Nicht nur die Organe der Arbeiter, auch fast alle bürgerlichen Zeitungen
Berlins erklärten diese Ankündigung für einen krassen Vertragsbruch.
Ein energischer Mahnruf, den der Anternehmerbeisitzer des Einigungsamts,
Fabrikant Weigert, in Gestalt eines Aussatzes in der Wochenschrift
„Soziale Praxis" kurz vorher an die Presse gerichtet hatte, hatte offenbar
seine Wirkung getan. Weigert hatte in jenem Aufsatz, der die Ergebnisse
der Beweisaufnahmen des Einigungsamts schildert, direkt den sträflichen
Rückfall der Presse in ihre alte Teilnahmlosigkeit dafür verantwortlich ge
macht, daß ein Teil der Fabrikanten den Vertrag erst im geheimen gebrochen
hätte und nun daran ging, es öffentlich zu tun. Er hatte es als eine
„Ananständigkeit" hingestellt, daß die betreffenden Fabrikanten die Verant
wortung für ihren Wortbruch mit der Ausrede auf die Schultern der
Arbeiter abzuwälzen suchten, diese hätten durch Nicht-Boykottierung
derjenigen Fabrikanten, die der Abmachung nicht beigetretcn seien, selbst
das Scheitern der Abmachung verschuldet. Die Arbeiterpresse sei im Recht,
wenn sie es als eine Provokation der Arbeiter bezeichne, ihr am Vorabend
der stillen Saison mit einem solchen Vorhalt zu kommen, für den Geist
eines Teils der Fabrikanten sei es charakteristisch, daß einer von ihnen