Full text: Die Berliner Arbeiterbewegung von 1890 bis 1905

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die weit mehr Arbeiterinnen beschäftigt als die 
Dann kommen gemäß der Zahl der weiblichen 
nach folgende Gewerkschaften: 
Buchdruckereihilssarbeiterinnen 
Handels- und Transportarbeiter, II. Sektion 
Textilarbeiter 
Schneider, l. Sektion 
Tabakarbeiter 
Kürschner 
Handlungsgehilfen 
Fabrikarbeiter 
Hausangestellte 
vorgenannten Industrien. 
Organisierten der Reihe 
Weibliche 
Männliche 
Mitglieder 
Mitglieder 
l 510 
— 
1254 
16185 
710 
1 435 
600 
4 750 
540 
622 
422 
291 
352 
1 005 
230 
6195 
295 
5 
Man beachte, wie sehr das Verhältnis der iveiblichen zu den männ 
lichen Organisierten von Gewerbe zu Gewerbe wechselt. Die Prozentzahl der 
organisierten Arbeiterinnen wird eben nicht lediglich von der Prozentzahl 
der weiblichen Arbeiterschaft des Gewerbes bestimmt, sondern auch von der 
Natur der Arbeit, ihrer Bezahlung, der Rolle des Arbeitsverhältnisses 
im Leben der Arbeiterin und noch vielen anderen sozialen Momenten. 
Im allgemeinen kann man sagen, daß je mehr die gewerbliche Arbeit sich 
von der häuslichen Arbeit der Frau unterscheidet, das heißt, je mehr sie in 
vollem Sinne des Wortes Fabrik- oder Werkstattarbeit ist, sie auch 
um so mehr das Denken und Empfinden der Arbeiterin den Gewerkschafts 
ideen zugängig macht. Ferner ist das gemeinsame Arbeiten mit Männern 
ein großer gewerkschaftlicher Erziehungsfaktor, ganz besonders dort, wo die 
Arbeit selbst sich der Arbeit der Männer nähert. 
Im ganzen hatten im Jahre 1908 mehr als die Äälfte der Organi 
sationen, nämlich 38 von insgesamt 65, weibliche Mitglieder, während im
	        
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