fullscreen: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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erhöhen. Hierbei möchte so Verfahren werden, daß namentlich 
Vollarbeiter, welche eine Familie zu ernähren haben, nicht unter 
7 Mark pro reguläre Schicht erhalten; dementsprechend wären 
die Lohnzulagen abzustufen. 
Zur Begründung unseres Antrages gestatten wir uns, fol 
gendes anzuführen (folgt die in der Eingabe an den Minister 
für Handel und Gewerbe angeführte Statistik. Seite 133 u. 134). 
Eine der Verteuerung der Lebensmittel entsprechende Er 
höhung der Löhne ist nicht erfolgt. Nach der im „Reichsanzeiger" 
veröffentlichten Lohnstatistik haben die durchschnittlichen Schicht- 
löhne der Bergarbeiter (Gesamtbelegschaft) in Ihrem Vereins 
gebiete betragen im 
3. 
Vierteljahr 1913 
4,97 
Mk. 
4. 
1913 
4,92 
1. 
1914 
4,88 
2. 
1914 
4,80 
3. 
„ 1914 
4,67 
4. 
„ 1914 
4,60 
1. 
„ 1915 
4,68 
„ 
2. 
„ 1916 
4,78 
„ 
Die Löhne sind also erheblich niedriger als im Jahre 1913. 
Nach Kriegsausbruch sind sie noch bis 20 Pf. pro Schicht zurück 
gegangen. Sie standen im 2. Vierteljahr 1915 sogar noch 
niedriger, als in dem Halbjahre vor dem Kriege! Wir haben 
also niedrigere Löhne und gewaltig gestiegene Preise für Lebens 
mittel zu verzeichnen. Daß hierdurch eine große wirtschaftliche 
Not in den Arbeiterfamilien erzeugt wurde, die naturgemäß 
eine erheblich verschlechterte Ernährung zur Folge haben mußte, 
liegt klar zutage. 
Auch wenn wir die Löhne der einzelnen Arbeitergruppen 
näher betrachten, tritt das arge Mißverhältnis zwischen Ent 
lohnung und Lebensunterhaltskosten kraß in Erscheinung. Nach 
dem „Reichsanzeiger" betrugen in Ihrem Vereinsgebiete die 
durchschnittlichen Schichtverdienste: 
Hauer und 
Schlepper 
Sonstige 
Uutertags- 
arbciter 
Erwachsene 
Uebertags- 
arbciter 
Jugendliche 
Arbeiter 
4. 
Vierteljahr 1913 
5,64 
4,40 
4,14 
1,64 
1. 
1914 
6,57 
4,37 
4,10 
1,64 
4. 
„ 1914 
5,34 
4,34 
3,96 
1,62 
2. 
1916 
5,64 
4,46 
4,21 
1,68 
Nachdem die Löhne bis in das 1. Vierteljahr 1916 noch 
niedriger als anfangs 1914 gestanden haben, ist im 2. Viertel 
jahr 1915 eine Erhöhung von nur einigen Pfennigen erfolgt, 
die nicht einmal den erlittenen Lohnausfall wettmachen, ge-
	        
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