Full text: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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des Reichsdeputationshauptschlusses zu Regensburg vom 25. Februar 
1803 formell beseitigt. Da aber in einer Konvention vom 6. April 
zwischen Oldenburg, Rufsland, Frankreich und Preufsen dem Herzog 
von Oldenburg der Fortbezug bis zum 1. Januar 1813 zugestanden 
worden war, und der Kaiser nach der am 27. April erfolgten 
Ratifikation des Reichsdeputationshauptsehlusses am 27. Mai auch 
diesem Vertrage beigestimmt hatte 1 ), so machte der Herzog die 
Einwendung, er sei wegen der französischen Okkupation gar nicht 
dazu gekommen, das Zugeständnis voll auszunutzen. 
Erst nach vielen Verhandlungen Smidts und nachdem auf 
Austrägalverfahren angetragen war, das aber die Sache noch länger 
hätte verzögern können, kam es zu dem Vergleich vom 25. August 
1819, wodurch der Zoll am 7. Mai 1820 aufhörte 2 ). Die Animosität, 
bewilligt hatte, oder dal's es den Zoll pachten werde. (W. v. Hippen, Gesch. 
d. St. Bremen, II. Bd., S. 306 ff., 313, HL Bd., S. 260, 418; J. G. Kohl, 
Nordwestdeutsche Skizzen, I. T., Bremen 1864, S. 36; G. A. v. Halem, Gesch. 
d. Herzogth. Oldenb., II. T., S. 246; u. a.) 
b Nach Art von Respittagen beim ■Wechselverfall durch eine von Senator 
Friedrich Horn angegebene diplomatisch neue Reohtsfiktion, da mehr nicht zu 
erreichen war. Patriotische Mahnungen und Rückblicke, Präsidialreden des 
Bürgermeisters Johann Smidt 1821—1857, hrsg. v. Heinr. Smidt, 
Bremen 1873, S. 72. 
2 ) W. v. Bippen, Gesch. d. St. Bremen, III. Bd., Halle u. Bremen 
1904, S. 307 ff,, 312 fl'., 394 ff. und 414 ff. Der Elsflether Zoll, der unter der 
französischen Douane mit geringem Ertrag weiter erhoben war, war am 
15. November 1813 von dem preufsischen Konsul Delius als Agenten der 
Steinschen Zentralverwaltung zur Beschaffung von Kriegsgeldern von neuem 
eingerichtet und dabei die Erhebung den oldenburgischen Beamten übertragen 
worden und nach dem alten Tarif erfolgt. Die Beamten hatten, als Stein im 
Mai 1814 die eingehobenen Gelder abforderte, sie an die herzogliche Kasse 
abgeführt und weigerten sich, anders zu verfahren. — Vgl, ferner A. Küht- 
mann, Die Aufhebung d. Elsflether Zolls, Brem. Jahrb., XVII. Bd., S. 77 ff,; 
derselbe, Die franz. Revolution, ebenda, XV. Bd., S. 200 ff.; C. H. Gilde 
meister, Aus dem Leben des Doktor Georg Gröning, ebenda, V. Bd., S. 215 ff.; 
Fr. W. v. Dlmenstein, Pragm. Gesch. d. Zölle in Deutschld., Halle 1798, 
S. 115 ff.; (C. F. Wurm, F. Th. Müller u. a.), Die Aufg. d. Hansest. 
gegenüb. d. d. Zollv., Commiss.-Ber. a. d. V. S. d. H. G. z. Bef. d. Künste u. 
nützl. Gew., Hamburg 1847, S. 61; Karl Mamroth, Der Kriegsimpost d. 
Befreiungskrieges u. d. Bestrebgen. z. Herbeiführung e. allgem. d. See-Zoll- 
Systems, Berlin 1888, 'S. 6 ff., 11 ff., 24, 26, 29, 31 (Über Gedanken eines 
allgemeinen Grenzzolls für Rechnung des deutschen Staatsvereins mit Aufhören 
aller inneren Landzölle innerhalb der Zentralverwaltung bzw. seitens Steins und 
Eichhorns), 32; Ad. Wohl will, D. Hansest. a. d. Rastatter Congress, Mitth. 
d. Ver. f, Hamb. Gesch., III. Jahrg., 1881, S. 94, 98; Ed. Engelhardt, Histoire 
du droit fiuvial conventionnel, Nouvelle Revue Historique de droit frangais 
et etranger, III 0 annee, 1889, pag. 85; Emil Pleitner, Oldenburg
	        
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