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Maschinen wenig Sinn, sie können erst mit Nutzen eingeführt werden,
wenn der Gerbeprozeß abgekürzt wird, wenn eine Maschine gesteigerter
Leistungsfähigkeit zur Beschaffung des von ihr verarbeiteten Stoffes
nicht unverhältnismäßig viel Zeit, Platz und Kapital beansprucht. Zwischen
der zur Durchführung der einzelnen Arbeitsprozesse benötigten Zeitdauer
muß eine bestimmte Harmonie vorhanden fein. Diese wurde aber erst
geschaffen durch die Einführung der rationell-wissenschaftlichen Methode
und die Erfindung der Schnellgerberei.
Mit der Lösung dieses Problems um die Wende des 18. Jahr
hunderts war also eine der beiden Hemmungen aus der Welt geschafft,
welche die Durchführung maschineller Betriebe bisher verhindert hatte.
Der Einfluß dieser neuen Strömung auf die Maschinentechnik ergibt
sich klar, wenn man die Zeitschriften und Technologien jener Zeit durch
studiert; sie find voll von Vorschlägen aller Art; aber mit der Lösung
jenes Problems war nur eine der beiden Hemmungen beseitigt, nämlich
die Disharmonie in der Zeitdauer des Prozesses; nicht beseitigt war
die mit der Natur der Haut unvereinbare Durchführung der kontinuier
lichen Prozesse, und auch das ergibt sich aus jenen vielen Vorschlägen
zur Einführung von Maschinen, wenn man nämlich die Natur und die
Arbeitsweise jener Maschinen näher ins Auge faßt. Es lassen sich die
gerberischen Operationen unter diesem Gesichtspunkte in zwei große
Kategorieen teilen. Die eine Kategorie bilden alle jene Prozesse, welche
die Haut in ihrer ganzen Masse gleichmäßig behandeln, also die
Operationen des Äscherns, des Wässerns, des Beizens, Gerbens, während
die andere Kategorie von jenen Prozessen dargestellt wird, bei welchen
die Haut in einer bestimmten Richtung oder nur auf einer bestimmten
Seite bearbeitet werden soll; die erste Kategorie von Operationen sind
die mehr chemischen, die letzte die mehr mechanischen; dieser Unterschied ist
aber für unsere jetzige Betrachtung nicht so wichtig, als vielmehr der, daß
sich die Häute bei Maschinenbetrieb in der ersten Kategorie von Prozessen
leichter kontinuierlich behandeln lassen, während das in der zweiten
Kategorie von Operationen nicht in diesem Maße der Fall ist. Dem
gemäß lassen sich die Gerbereimaschinen auch im Hinblick auf ihren
Zweck in zwei ebenfalls ziemlich scharf geschiedene Kategorien teilen.
Eine solche Maschine der ersten Kategorie stellt vor allen Dingen die
Walke dar; denn in ihr werden die Felle, wie sie gerade zu liegen
kommen, gewalkt; das ist ja auch der innere Grund, warum die Er
findung der Walke in die erste Phase maschinentechnischer Entwicklung
fällt. Auch Flüssigkeitspumpen gehören hierher, und solche wurden
schon in der Mitte des 18. Jahrhunderts z. B. in der Form der
Paternosterpumpen *) durch Göppel betrieben. Bis tief ins 19. Jahr
es Abbildung bei Jörissen 1809, S. 150.