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Descartes.
Charakter eines Axioms. Idvzwv % bdola KpötovV Xal Ad Kal YVosı,
xat ypöv. Alle anderen Merkmale treten erst nachträglich an
dem so bestimmten Sein auf. „Die erzeugende Substanz (Ör0xei-
psvov) ist das eigentliche Subjekt des Urteils; alles andere nur
nebenbei; und wie im Wirklichen die Sache oder Eigenschaft
entstanden, so soll sie im Prädikate ausgesagt werden.“12) Wenn
wir von den Beziehungen der Quantität und Qualität sprechen, so
müssen wir sie doch immer bestimmten Dingen „anhaftend“ denken,
wenn wir von Verhältnisbegriffen, wie von denen des „Grossen
und Kleinen“ ausgehen, so dürfen wir doch nicht, mit Platon,
glauben, in ihnen Elemente des Wirklichen erfasst zu haben.
Das wissenschaftliche Ideal, das dieser Anschauung entspricht, ist
im Grunde die systematische Klassifikation der Objekte: es
gilt, die verschiedenen „Formen“ der Natur gegen einander abzu-
grenzen und ihre Eigenschaften in bestimmte Ordnung zu
stellen (s. ob. S. 44f). Die Gefahr, die der Physik aus dieser
Auffassung erwuchs, ist bekannt. Zwar auch ihr mag man noch
die Erforschung der Substanz als Aufgabe stellen; ist es doch
ihr Ziel, das Bleibende im Wechsel der Erscheinungen zu be-
stimmen und festzuhalten. Der fundamentale Irrtum aber ent-
steht, wenn sie dieses Bleibende selbst in der Form des Dinges,
nicht in der der Regel des Geschehens Sucht; wenn sie, mit
andern Worten, den Gesetzen die „Qualitäten“ und „Wesenheiten“
als die realen Ursachen unterschiebt. Wie diese Anschauung
überall überwunden sein musste, ehe die moderne Physik und
Astronomie einsetzen konnte, haben wir im Einzelnen verfolgt:
wir sahen, wie Kepler den Begriff der Kraft durch den Begriff der
Funktion klärte und umbildete, wie Galilei, von dem Wesen
der Erscheinung absehend, das Gesetz als den einzigen Inhalt und
Fragepunkt der Naturwissenschaft feststellte. Descartes zieht so-
mit nur das philosophische Facit der wissenschaftlichen Gesamt-
entwicklung, wenn er eine allgemeine Logik der Relationen
fordert, die aller Betrachtung der besonderen Objekte voran-
geht. Er erfüllt bereits mit der ersten Formulierung seiner Auf-
gabe die Forderung, die er an sich gestellt hat: eine Logik, nicht
der Beschreibung und Darlegung von Tatsachen, sondern der
Entdeckung und Forschung zu geben. 1») Er selbst hebt es als
das Charakteristische seiner Kategorienlehre hervor. dass sie