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1847 und 1852 erschien eine Schrift, die die reichen
Leute New Yorks aufzählte, unter Leitung von Moses
Jale Beach, des Herausgebers der „New York Sun“. Ihre
Angaben gelten als äußerst zuverlässig. Die Schrift zeigte,
daß es damals in der Stadt New York etwa 25 Männer
gab, die als Millionäre bezeichnet wurden. Die hervor-
ragendsten davon waren Peter Cooper mit einem beglau-
bigtem Vermögen von ı Million, die Goelets mit z Millionen,
die Lorillards mit ı, Moses Taylor mit ı, A. T. Stewart
mit 2, Cornelius Vanderbilt mit 1!/, und William B. Crosby
mit 1'/, Millionen. Es gab ein paar Vermögen von je einer
halben Million Dollar und mehrere Hunderte zwischen
100 000 und 300 000 Dollar. Das mittlere Vermögen be-
trug zwischen 100 000 und 200 000 Dollar. Eine ähnliche
in Philadelphia publizierte Flugschrift zeigte, daß die Stadt
einen Klüngel von neun Millionären barg und daß nur
zwei Einzelvermögen ı Million Dollar überschritten. Für
Boston und andere Städte sind keine Daten über die Privat-
vermögen zu bekommen.
Astors Riesenreichtum
Astor war der Koloß der Zeit und sein Vermögen ein
Gegenstand scheuer Bewunderung für alle, die nach Reich-
tümern jagten. Bei aller Notwendigkeit der Fabrikation
im sozialen und industriellen System nahm sie eine merk-
würdig inferiore Stellung ein als Hilfsmittelg große Vermögen
anzuhäufen. Nach einer Statistik von 1844 über die Fabri-
kation in den Vereinigten Staaten waren darin nur ins-
gesamt 307 Millionen Dollar angelegt. Danach betrug Astors
Vermögen ein Fünfzehntel des Gesamtbetrages, der im
ganzen Gebiet der Vereinigten Staaten in der Verarbeitung
oder Herstellung von Wolle und Baumwolle, Flachs, Leder,
Eisen, Glas, Zucker, Möbeln, Hüten, Seiden, Schiffen,
Papier, Seife, Kerzen, Eisenbahnwagen usw. angelegt war —
kurz von jeder Art Waren, die die Nachfrage der Kultur
unentbehrlich machte.
Die letzten Jahre dieses Magnaten spielten sich in einer
Atmosphäre von Luxus, Beweihräucherung und Macht ab.