Darstellung der Lösungen der Reagenzien.
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12-stündigem Stehen an einem warmen Orte unter hisweiligem Umschütteln filtriert
man und bewahrt das Filtrat in gut verschlossenen Flaschen auf.
38. Silbernitratlösung. 1 Teil reines, geschmolzenes salpetersaures Silber
wird in 20 Teilen Wasser gelöst. Zur Darstellung von 1 / 10 Normalsilberlösung
werden 16,998 g (rund 17 g) reinstes salpetersaures Silber mit destilliertem Wasser
zu 1 1 aufgelöst oder man löst 10,794 g reines metallisches Silber in Salpeter
säure, verdampft zur Trockne und löst den Rückstand in 1 1 Wasser. Die Silber
lösungen müssen vor Licht geschützt in braunen Flaschen aufbewahrt werden.
(Uber die Darstellung des salpetersauren Silbers vergl. weiter unten unter „Auf
bereitung der Silberrückstände“ S. 975.)
39. Platiuchloridlösung. 1 Teil trocknes Platinchlorid wird in 10 Teilen
Wasser gelöst. (Uber die Darstellung des Platinchlorids vergl. unter „Aufbereitung
der Platinrückstände“ S. 975.)
40. Ferricyankaliumlösung. 10 Teile Ferricyankalium, 120 Teile Wasser.
41. Ferrocyankaliumlösung. 10 Teile Ferrocyankalium, 120 Teile Wasser.
42. Chlorcalciumlösnng. 10 Teile Chlorcalcium, 60 Teile Wasser.
43. Rhodankaliumlösung. 10 Teile Rhodankalium, 100 Teile Wasser.
44. Eiseuchloridlösuug. 10 Teile Eisenchlorid, 100 Teile Wasser.
45. Bleiacetatlösung. 10 Teile Bleiacetat, 100 Teile Wasser.
46. Natriumacetatlösung. 10 Teile Natriumacetat, 100 Teile Wasser.
47. Neutrales zitronensaures Ammoniak. 250 g zitronensaures Ammoniak
werden in Wasser gelöst, mit Ammoniak genau neutralisiert und auf 1 1 aufgefüllt.
48. Lösung von Diphenylamin zur Prüfung auf Salpetersäure. 2 g reinstes,
bei 54° schmelzendes Diphenylamin werden in 20 ccm verdünnter Schwefelsäure
(1 Volumen konzentrierte Schwefelsäure und 3 Volumen Wasser) gelöst und diese
Lösung mit konzentrierter Schwefelsäure auf 100 ccm auf gefüllt.
Zur Prüfung der Milch auf Salpetersäure (S. 485) nimmt man nach Mös-
linger zweckmäßiger eine viel geringere Konzentration, nämlich nur 20 mg
Diphenylamin auf 100 ccm verdünnte Schwefelsäure (vergl. S. 814).
49. Lösung von Metapheuylendiamin zur Prüfung auf salpetrige Säure. 5 g
reinstes, bei 63° schmelzendes Metaphenylendiamin werden unter Zusatz von ver
dünnter Schwefelsäure bis zur deutlich sauren Reaktion in destilliertem Wasser ge
löst und mit letzterem zu 1 I aufgefüllt. Falls die Lösung gefärbt ist, wird sie vor
dem Gebrauch (Prüfung auf salpetrige Säure) mit ausgeglühter Tierkohle entfärbt.
50. Indigolösung zur Prüfung auf Salpetersäure. 1 Teil reines, fein zer
riebenes käufliches Indigotin (Indigoblau) wird unter stetem Umrühren und Ver
meiden einer Erwärmung langsam in kleinen Mengen in 6 Teile rauchende Schwefel
säure eingetragen; falls die Reaktion zu heftig wird, fügt man etwas konzentrierte
Schwefelsäure hinzu und kühlt durch Einstellen in kaltes Wasser ab. Wenn alles
Indigotin eingetragen ist, läßt man einige Zeit stehen, gießt in die 40-fache Menge
destilliertes Wasser und filtriert. Falls die Indigolösung zur quantitativen Be
stimmung der Salpetersäure dienen soll, rechnet man etwa 1 g Indigotin auf 1 1
Wasser und verdünnt so weit, daß 5 ccm der Lösung 5 ccm Kaliumnitratlösung
(0,0962 g KNO g in 1 1), die mit 5 ccm konzentrierter Schwefelsäure versetzt sind,
eben blaugrün färben.
5 ccm Indigolösung entsprechen dann 60 mg Salpetersäure (HNO g ).
51. Darstellung des Naphtholreagenzes zur Prüfung auf salpetrige Säure.
2 g reines Natriumnaphthionat und 1 g /J-Naphthol puriss. werden in 200 ccm Wasser