3, Titel: Miete. Pacht. 88 584—586.
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mann zu $ 585, fowie Siber a. a. ©. S. 29; vol. aud) $ 93 mit Benm.,
jerner Rüngel in_Sruchot, Beitr. Bd. 41 S. 439, SGaupp-Stein zu 8 810
3%BD., Ripr. d. DLG. [Braunichweig] Bd. 13 S. 203; dagegen aber Wei:
cauch in DO. Yur.3. 1905 S, 357, 358, der die Auffalfjung vertritt, daß die
EntftehungsS3zeit diefes Pfandrechts zurücdatiert werden müfle auf die Zeit
ED U PERSON, und ferner Bunfen, Arch. f. bürgerl. N. Bd. 29
S,
Wenn die Früchte vor ihrer Trennung nah Maßgabe des S 810 ZERO.
für einen anderen Gläubiger des Päcdhters8 gepfändet wurden, jo it
itrittig, ob der Verpächter nn der Trennung der Früchte. auf @rund feines
zefeblichen Pfandrechts nüch S 805 CL einen Unfpruch auf vorzugsS=
Deife Befriedigung aus dem Erlöje geltend machen kann. Da das
Pfandrecht des Verpächter8 erft mit der Trennung der Früchte ({f. Bem. b)
er Entftebhung A wird bie Frage zu verneinen fein (f. auch Dertmann
Bem. 1, Gaupp-Stein Sem. II zu 8 810 ZWO., Saeger, Anm. 51 zu 8 49 RD.,
Jagegen aber Seuffert Bem. 3 und Leterten-AUnger Bem. 3 zu 8 810. Weirauch
a. a. ©. Bland in Bem. 2).
Sin Wider]prucdhSrecht ftebt dem Verpäcdhter vor der Trennung der
Früchte nicht zu, bal. Bem. IV, 3, b, « zu S 581 und Ripr. d. OLG.
DBraunfchweig) Bd. 13 S. 202. AWbweichend Ripr. d. OLG, Pofen) Bd. 19
5. 6, Mecht 1909 Nr. 1859.
Ein Schuß des Pächter8 anderfeitZz gegen Pfändung ftehender
Sea bte auf Betreiben von Gläubigern des Verpächter8 liegt in den
Solgerungen aus $ 809 DO ferner in 8 21 Abi. 3 BwVB., außerdent
eh bier auch der Erlaßanivruch des Vächter8 aus S 592 zu Heften
unften.
Neber das Verhältnis des S 957 mit S 956 (gutgläubiger Erwerb feitens
yne3 Dritten) zum Pfandrechte des Verpächters vol. Siber a. a. VO. S. 2.
Segen einen Zugriff der Hypothekfengläubiger und der diefjen gleich:
jeitellten dinglidhen Berechtigten find die dem Pächter gebhührenden Zrüchte
'owohl vor wie nach der Trennung durch 8 1120 BGB. und 8 21 Mbf. 3
rn gefhüßt, vgl. Bem. Il, B, 2, a, « zu 8 1120 und Mipr. d. OLG.
Braunfhweig) Bd. 13 S. 202.
2, & eritrect fih aud auf die nach S 715 Nr. 5 der (früheren) BWO. der
Pfändung nidht untermorfenen Sachen (übereinftimmend mit Art. 1 des bayrifchen
Sefjeges vom 18. Dezember 1887). Val. hiezuw S 559 Sag 3. Hierunter find nunmehr die
in 8 811 dir. 4 3BO. n. 3. aufgeführten Gegenitände zu WE (eine mefentliche materielle
Beränderung hat diefe Sifler in der neuen ZRO. nicht erhalten, fo daß #ber diefe Öleich-
Be fein Streit entitehen Fan; zudem it durch das Gef. betr. die Ermächtigung des
Keichsfanzler8 zur Bekanntmachung der Texte verfchiedener Reichsgefebe, vom 17. Mai 1898
S 1 bt. 2 MÖODVBL S. 342], da3Z Bitat in die neue Bezeichnung der ZVO. umgeändert
worden; bgl. hiezu übrigens auch Melzer in D. Jur.3. 1899 S. 2783): nämlich das zum
Wirtfdhaftsbetriebe erforderlidhe Geräte und Vieh veht dem nötigen
Dünger, fowie die landwirtfhaftlidhen Erzeugniffe 3. B. Stroh, Heu,
fomeit fie zur Fortführung der Wirtidhaft bi8 zu der Zeit erforderlich
jind, zu welcher gleiche oder ähnlidhe Erzeugniffe voraus8fichtlich
gewonnen merden. Soweit leßtere übrigens aus dem verpachteten Grundfticke jelbit vom
Bächter gewonnen find, ergibt {ich das Tlundrect jhon aus Bf. 1.
. €. I hatte diefe Ausnahme nicht gekannt, He wurde erft in €. IL auf Anregung
der Kritik und der landwirtfchaftlidhen Intereffentenkreife (al. Z®. II, 283, VI, 416 bis
418 und %. II, 258) eingeführt. Ohne diefe Ausnahme müßte nämlich der Verpächter
dem den Pachtzins fhuldig gebliebenen Vächter, menn diefer im Begriffe wäre, eine andere
acht onjultelen bie Mitnahme des Inventars8 ageltatten. modburch der Vervächter in
Schaden käme, (Sacubeziy, Bem. S. 134). .
_ Cine Nebereinftimmung befteht auch mit den fonfursredhtlidhen Vorichriften,
da im Xonkurfe des ächter3 gemäß 8 1 Abi. 2 KO. die in 8811 Nr. 4 ZRDO. vor=
eehenen Befdhränkungen nicht zur m Iommen jollen. Vol. zum ganzen
Kreikelmeyer, Das Pfandrecht des Vermieter und Verpächter8 im Konkurfe, München 1903.
III. Neber das VWiandrecht des Wächter3 anderieit8 dal. S 590 mit Bem.
A
r
S 586.
Wird ein Grundftück jammt Inventar verpachtet, fo lieat dem Vächter die
Erhaltung der einzelnen Inventaritücke ob.