Full text : Das Unterrichtswesen Transvaals

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leichte grammatikalische Fragen des zweiten Teiles, und das Minimum
 der zum Bestehen erforderlichen Punkte war erreicht.

Um diesem Uebelstande nun in etwas vorzubeugen, hat die
Kap-Universität seit einigen Jahren, für Latein wenigstens, die Bedingung
 gestellt, dass ein Kandidat zum Bestehen dieses Faches
allerdings nur ein Viertel der für die beiden Teile des Fragebogens
 ausgesetzten 350 Punkte zu erreichen braucht, dass er aber
von diesen wenigstens 44 durch Beantwortung von Fragen des
zweiten Teiles erzielen muss.
Diese Bestimmungen gelten allerdings nur noch bis zum Ende
des Jahres 1912. Wie aus dem neusten Jahrbuch der Kap-Universität
 (siehe Calendar, University of the Cape of Good Hope p. 80)
ersichtlich, werden nach dieser Zeit für Latein und Griechisch besondere
 Abschnitte eines Klassikers‘ nicht mehr zur Vorbereitung
vorgeschrieben werden. Die Examinatoren sind demnach zur Erkenntnis
 der eben geschilderten Missstände gekommen und überlassen
 hinfort die Wahl des Textes für die Uebersetzungen in den
oberen Klassen den für diese Fächer verantwortlichen Lehrern

Während Latein obligatorisch ist, ist Griechisch nur fakultativ,
and es wird in der Regel nur von einer geringen Zahl der Schüler
der „High Schools“ gewählt. Dies wohl vornehmlich, weil sie
dann das Studium der Geschichte fallen lassen müssten. Die „High
Schools“ richten sich nämlich nach den Bestimmungen der Kap-Universität,
 und da diese für das Examen die Wahl zwischen Geschichte
 und Griechisch stellt, so lassen sie in ihrem Stundenplan
den Unterricht von Geschichte und Griechisch zeitlich zusammenfallen.
 Auch dies ist ein Uebelstand, der beseitigt werden sollte.
Des Weiteren birgt die gegenwärtige Handhabung des Kap-Matrikulationsexamens
 für den höheren Unterricht eine grosse Gefahr
dadurch, dass derselbe nur zu leicht zur Pressarbeit wird.
Das Resultat des Examens wird, wie wir sahen, mit Angabe
der Schulen, welche die Kandidaten besuchten, in den Zeitungen
bekannt gegeben. Die natürliche Folge hiervon ist, dass zwischen
den einzelnen „High Schools“ ein gewisser Wettbewerb stattfindet.
Jede Schule wünscht so viele ihrer Schüler wie nur möglich und
diese möglichst erster oder zweiter Klasse auf der Liste der er-
            
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