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folgreichen Kandidaten zu sehen, denn die Oeffentlichkeit beurteilt
die Schule fast allein nach diesen Resultaten.
So kommt es, dass der Lehrplan der meisten „High Schools“
allein für dies Examen zugeschnitten und in den obersten Klassen
fast ausschliesslich Pressarbeit getrieben wird. Schüler wie Lehrer
haben nur das eine Ziel vor Augen, denn das Matrikulationsexamen
wird unter diesen Verhältnissen gewissermassen auch zu
einem Examen für den Lehrer, da seine Lehrfähigkeit nach den
Erfolgen seiner Schüler beurteilt wird.
Die Fragebogen für die Examina der Kap-Universität werden
Jährlich in Buchform herausgegeben. Wohl jede „High School“
besitzt die verschiedenen Jahrgänge dieser Veröffentlichungen. Sie
gehören zu den meist benutzten Büchern der Schul-Bibliothek. Der
Schüler benutzt sie, um zu sehen, ob in seinem Wissen, der Lehrer,
um zu sehen, ob in seinem Unterricht noch grosse Lücken vorhanden
sind.
Ein anderer Uebelstand des Kap-Matrikulationsexamens bestand
bis vor kurzem darin, dass das Medium desselben nur Englisch
war. Die Fragebogen wurden in englischer Sprache abgefasst und
mussten in englischer Sprache beantwortet werden. Hierdurch wurde
ein grosser Teil der Kandidaten, deren Muttersprache Holländisch war,
benachteiligt. Heute allerdings werden die Fragebogen in englischer
und holländischer Sprache verfasst, und dem Kandidaten
steht die Wahl zwischen den beiden Landes-Sprachen frei.
Der grösste Nachteil des Kap-Matrikulationsexamens für die
Entwicklung des höheren Schulwesens lag aber darin, dass bis vor
kurzem noch alle, welche eine höhere Carriere einzuschlagen
wünschten, dieses Examen ablegen mussten.
Der Unterricht der höheren Schulen sollte eine bestimmte
Richtung haben; er sollte, der Neigung und der Zukunft des Schülers
entsprechend, entweder klassisch oder modern sein. Das Matrikulationsexamen
aber macht Latein verpflichtend für alle und da
e8 bis vor kurzem das einzige Examen mit einer „Berechtigung“
war, so machte es auch Latein ohligatorisch für alle höheren Schulen.
Es ist ja ausser Frage, dass das klassische Studium einen hohen
Wert hat und für gewisse Zweige der Wissenschaft durchaus notwendig
ist; aber, wie die Dinge noch vor kurzem standen. mussten