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liegen. Letztere führten uns persönlich durch ihre Anlagen,
erstere erwarteten Herrn Lorenz und auf jeder Station be
gleitete uns der Chef der Anlage bis zu dieser.
Von Philadelphia ab hatte man uns einen Extrazug zur
Verfügung gestellt, der von zwei oberen Bahnbeamten persön
lich geführt wurde.
Der Zug bestand für die erste Strecke, bis Reading, aus
einer gewöhnlichen Locomotive und einem der grossen Per
sonenwagen, wie sie überall in Amerika im Gebrauche sind.
Wir fuhren mit der rasenden Geschwindigkeit von 55 englischen
Meilen per Stunde!
Das Land trägt einen hochindustriellen Charakter. Ueber-
all in dem schönen, aber engen Thaïe sieht man Schornsteine,
Hochöfen, Papierfabriken, Walzwerke. Den ersten Halt machten
wir in Phönixville, um ein grosses Eisenwalzwerk zu besichtigen,
welches, wie die meisten amerikanischen Fabriken, seine
Specialität hat: hier construirt man nur eiserne Brücken. Die
hiesige Anlage umfasst zwei Hochöfen, ein Walzwerk und eine
weite Flächen bedeckende Werkstätte. Daneben liegt am
Flusse auf einem in einen Park verwandelten Hügel die Villa
des Besitzers und die Behausung seiner verheiratheten Söhne.
Im P'lussthale zerstreut liegen die kleinen Häuser der Arbeiter,
welche letztere meist verheirathet sind und eigene Häuschen
besitzen, hübsch aus Holz und stets zweistöckig gebaut. Man
schläft in diesem Lande nicht gern zu ebener Erde.
Die Fabnk verarbeitet durchschnittlich jährlich 52.000
Tonnen (à 10 Metercentner) Eisen und beschäftigt 2200, zu
weilen 2500 Arbeiter — nur bei den Hochöfen und der An
fertigung und Aufstellung von Brücken. Die Arbeit wird fast
ausschliesslich mittelst Maschinen verrichtet, so dass die Ar
beiter fast nur Leiter dieser Maschinen sind. Hierdurch wird
nicht nur Billigkeit, sondern auch eine unglaubliche Accuratesse
erreicht, so dass ein Stück derselben Art genau zu dem
anderen Stücke passt, und die Arbeit ist um vieles leichter, so
dass englische Maschinenbauer hier lieber um denselben Lohn
arbeiten als in England, wo sie sich körperlich mehr anstrengen
müssen. Trotz der höheren Löhne und Eisenpreise concurrirte
die Fabnk in Canada wiederholt erfolgreich mit England und