238
müssen die Führer der Heerden eine kleine Gebühr von, wie
ich höre, 25 Cents per Haupt an die Staatsverwaltung des
Territoriums zahlen. Es ist gewiss interessant, dass dieses
Vieh zuweilen bis nach Oregon gelangt. Von Oregon aber
kommt ausgewachsenes Vieh über Idaho, Wyoming und Nebraska
an die Eisenbahnen, welche es nach Chicago fuhren,
dem grössten Viehmarkte der Welt. Bei Dodge City führt
eine Linie von Süd nach Nord durch Kansas, östlich von
welcher kein Vieh getrieben werden darf. Die genannte Stadt
ist ein Einschiffungsplatz für solches Vieh, das schon ausgewachsen
ist, und als ,,grasfett“ nach Kansas City oder Chicago
per Bahn transportirt werden soll.
Aelteres Rindvieh aus Texas oder Neumexico, drei- bis
vierjährige Stiere, werden oft nur bis Kansas und Colorado
getrieben und hier einige Monate lang auf Regierungs- und
Eisenbahnland gegen Entrichtung einer massigen Gebühr geweidet,
bis sie dann schlachtreif an „Packer“ in Kansas City,
Chicago oder St. Louis, einige sogar in Buffalo versendet
werden. Das Vieh in Colorado ist zwar auch spanischer Abkunft,
aber schon mehr durch Kreuzung veredelt und schwerer.
Es wird nicht in andere Staaten auf die Weide getrieben,
sondern, soweit es nicht in Colorado und Neumexico geschlachtet
wird, per Bahn von Trinidad oder Las-Animas nach Kansas
City, St. Louis und Chicago gesandt. Das Land im Südwesten
von Texas ist noch sehr billig und soll man grosse
Strecken von 15 Cents bis i Dollar per Acre noch kaufen
können. In den schon mehr besiedelten Gegenden ist es bereits
viel theurer, 2, 5 bis 10 Dollars per Acre.
Auf diese Weise wurden von Texas nach dem Norden
getrieben
im Jahre.
1874
im Jahre
1867
1868
1869
1870
1871
1872
1873
Stück.
35.000
75.000
350.000
300.000
600.000
350.000
405.000
1875
1876
1877
1878
1879
1880
Stück.
166.000
151.000
321.000
201.000
265.000
257.000
395.000