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cine Dampf locomobile von 18 Pferdekraft gesehen, welche
mit Weizenstroh geheizt wurde, und damit könnte man ja
auch die Dampfpflüge heizen. Sie wurde zum Treiben der
Dreschmaschine benützt. Der bekannte Dampfpflugfabrikant
Fowler in England hat i. J. 1882 Dampfpflüge, deren Locomobilen
mit Stroh geheizt werden, nach Manitoba exportirt.
Gewähren sie sich, wie ich erwarte, dort, so werden sie sich
auch in der Union einbürgern.
Das Pferdefutter wird doppelt theuer, weil man ^Veizen,
Gerste und Hafer grün abmäht und zu Heu macht. Mit diesem
Heu und mit Gerste und Hafer füttert man die Pferde. Wo
man künstliche Bewässerung hat, mit Alfalfa.
Von Los Angeles fuhren wir in das San Fernando-Thal,
in dem die Mission San Gabriel liegt. Das ehemalige
Klostergut ist, nachdem es ein Mexikaner besessen, von
einer amerikanischen Actiengesellschaft gekauft worden, und
zwar im Jahre 1868 60.000 Acres, wovon 30.000 pflügbar,
zu ca. 3 Dollars per Acre. Jetzt sollen die letzteren 30.000
ea. 30 Dollars per Acre werth sein.
Wir fanden die Besitzung in fünf „Hauptquartiere“ von
3- bis 6000 Acres getheilt, deren jedes von einem Aufseher
Und einem Unterbeamten dirigirt wurde. Das von uns besuchte
Quartier umfasste 6000 Acres, wovon circa 300 Gerste
^ud 200 Heuweizen, d. h. solchen Weizen trugen, der grün
die Pferde geschnitten wird. Der Rest von 5500 Acres
wird alljährlich mit Weizen bestellt.
Was wir hier sahen, ist ein gutes Muster der meisten
^iifornischen Grossgrundwirthschaflen, von deren System man
j^tzt aber abzugehen beginnt. Ich bezeichnete es kurz mit
^em andruckbaren Namen „S . . wirthschaft“.
Aber es lohnt sich, zu schildern, wie man hier Landwirthschait
— aber nicht Oekonomie — treibt!
Der ^^eizen wird Ende Mai und im Juni reif. Da es
^icht windig ist und bis zum November auch nicht regnet, hat
41^2 Monate Zeit zur Ernte. Wie diese gemacht wird,
darüber später. Sagen wir, sie sei im October beendet. Man
^ut (las Getreide mit dem Header gemäht, d. h. die Aehren