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Schweidnitz — Schweiz (Areal, Bevölkerung).
den auf Darlehen gegen Depositen inne-
stehenden und den cirkulierenden Post
wechseln der Bank darf deren Barvorrat
samt andern Deckungsvaluten um höch
stens 30 Mill. Kronen (33,6 Mill. Mk.)
überschreiten. Das Kapital der 30 Pri
vatzettelbanken belief sich Ende 1879 auf
59,235,800 Kronen. Ende 1879 war der
finanzielle Stand sämtlicher Banken und
Kreditgesellschaftcn folgender:
Depositenkonto. . . . 217169571 Mark
Girokonto 52456697 -
Wechseldiskontierungen. 128630805 -
Banknotenumlauf . . 90508423 -
Barbestand 52663356 -
Die Zahl der Sparbanken war Ende
1876: 325, in welchen 727,043 Einleger
ein .Guthaben von 159,981,793 Mk.
besaßen.
Geld, Maße und Gewichte. Durch
Münzverträge vom 18. Okt. 1872 und
27. Mai 1873 mit Norwegen und Däne
mark hat S. die reine Goldwährung an
genommen und auf Grundlage derselben
einen Münzbund geschlossen. ' Man rech
net nach Kronen zu 100 Öre (vgl. Däne
mark). Der Fuß (Fot) — 29,69 cm ; die
schwedische Meile hat 10,688,6 m, die
schwedische Quadratmeile 11,424,7 ha; die
Kanne = 2,6m Lit. Die Tonne (Getreide-
maß zu 63 Kannen) — 164,88 L. ; 100
Pfd. (1 Etr.) schwedisch = 85,015 Foll-
pfilnd. Daö Skeppnnd (Schiffspfnnd) =
170 kg. 1 Tnnnland = 0,49366 ha; 1
TllNIia = 1,6489 lil.
Schweidnitz,Kreisstadt imRegicrungs-
bezirk Breslau der Preuß. Provinz Schle
sien, an der Eisenbahil von Liegnitz nach
Kamen;; (I88O) 22,177 Einw. Handels
kammer; Hanptsteueramt. In der Umge
gend starker Anbau von Flachs, Obst und
Zuckerrüben sowie Znckerfabrikeil. Fabri
kation von Maschinen, Stiften und
Muttern, Nadeln, Bier (»Schweidnitzer
Schöps«) u. a. S. ist Hauptgetreide
markt für die nahen Gcbirgskrcisc.
Schwei,ifurt, Bezirksamtsstadt im
bayr. Regierungsbezirk Unterfranken, am
rechten Ufer deö Mains und an der Bam-
delögcricht; Hauptzollamt; Königliche Fi-
lialbank. Auf den Rindvieh- und Schaf
märkten betragt der Zutrieb jährlich 25—
30,000 Stück Rindvieh (wovon 5—6000
schwere Zugochsen im Wert von 5 Mill.
Mk. jährlich nach Norddentschland ausge
führt werden) und 40—45,000 Schafe.
Schweiz, Föderativrepublik auf Grund
der 29. Mai 1874 von der Bundes
versammlung für angenommen erklär
ten Bundesverfassung, mit einem Areal
von 41,213 qkm (748,1 QM.) und (isso)
2,846,102 Einw. — Der Nationali
tät nach gab eö 1870 unter einer Bevöl
kerung von 2,669,147 Seelen 2,517,60»
oder 94,3 Proz. Schweizer und 150,907
oder 5,7 Proz. Ausländer, darunter 62,228
Franzosen, 57,245Deutsche, ^^Ita
liener, 5872 Österreicher, 2297 Englän
der, 1599 Russen, ferner Amerikaner,
Belgier, Spanier, Niederländer, Schwe
den und Norweger, Dänen rc. lltach
Haushaltungen zählte man 384,538
deutsche, 133575 französische, 30,079 ita
lienische, 8/78 romanische. — Religio-
n e n. Man unterscheidet vierprotestantische
Kantone: Appenzell-Außerroden, Zü
rich, Waadt, Schaffhausen; nenn katholi
sche: Zug, Luzern, Unterwalden, Schwyz,
Appenzell-Jnnerroden, Wallis, Uri uiib
Tessin; die übrigen, in welchen beide Kon
fessionen sich die Wage halten, werden als
gemischt bezeichnet. In der ganzen S. zählte
man 1880: 1,666,984 (58%) Evange
lische, 1,161,055 (40°/o)Katholiken,10,683
(0,4%) andre Christen und 7380 (0,3%)
Israeliten. — Über die A u s w a n d e r u n g
nach überseeischen Ländern geben uns 20
Kantone Auskunft. Aus diesen wander
ten 1868—77 durchschnittlich 3516 Per
sonen ans; 1869 wanderten 5206 Perso
nen, 1877 nur 1691, aber 1878 wieder
2608 (1602 nach Nordamerika, 570 nach
Südamerika, 144 nach Australien rc.) aus.
I. Urproduktion.
Bon dem Gesamtareal sind 31 Proz.
unproduktiv, 69 Proz. produktiv; letztere
verteilen sich folgendermaßen:
Ackerland und Gärten . . . 14,5
Weinland 0,7
Wiesen und Weiden.... 34,y
Waldungen 19,0