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Großstadt-Dokumente Bd. 8. Berliner Banken.
dustrie aus die dort beschäftigten Handwerker und Arbeiter.
Im Bankgewerbe sind zwar keine Maschinen
eingeführt worden, wenn man von den Schreib- und
Rechenmaschinen absieht, aber die technische Entwicklung
außerhalb der Bankbureaus, die man sich im Beruf zunutze
gemacht hat, hat die Tätigkeit der Angestellten
mit reformieren helfen. Ich habe oben schon darauf hingewiesen,
daß die Ausdehnung des Telephonnetzes wesentliche
Zweige des Effektenarbitrage-Geschästes von Grund
aus veränderte. Ist so die Arbitrage mehr und mehr
von einer schwierigen, kalkulatorisch-spekulattven Kunst
zu einem mehr schematischen, momentane Kursunterschiede
ausnutzenden, Handwerk geworden, so sanken natürlich
auch die Anforderungen, die man an den Arbitrageur
zu stellen gewohnt war. Die Einführung der Paritätentabelle,
die jeden Kurs der fremden Börsen nach den
Usancen des heimischen Marktes umrechnete ermöglichte
es auch, mangelhaft vorgeblldeten, Kommis, Arbitrage-Transakttonen
in dem engen Rahmen vorzunehmen, der
diesem Geschäftszweig überhaupt noch erhalten geblieben
ist. Damit schwand jener privllegierte Stand der Börsenkünstler
mehr und mehr, die aus allen Börsen der Erde
zu Hause, mit allen Finessen der höchsten kauftnünnischen
Arithmettk vertraut, täglich Riesensummen aus den verschiedensten
Geldmärkten in Bewegung setzten. Ein
Überbleibsel davon zeigt sich allenfalls noch in dem
kleinen Grüppchen der Devisen-Arbitrageure, von denen
jedes erstklassige Bankhaus noch ein Exemplar aufzuweifen
hat. Trotz dieser Simplifizierung bllden natürlich
die an der Börse beschäftigten Angestellten der Bankhäuser
noch immer die Elite der Beamtenschaft. I^
Gesichtskreis ist ein verhältnismäßig weiter, sie müssen
doch immerhin noch ein gewisses Maß selbständiger Disposittonsfähigkeit
besitzen. Wer je größer die Bank ist,