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gehalts, wodurch das Destillat alkoholarmer wird, wie eia
Teil des Quantums, wodurch sich das Volumen verringert,
verloren. Dieser Verlust (Schwund), der je nach der
Temperatur und dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft, des
Raumes, in welchem die Lagerung stattfindet, verschieden
ist, verteuert den Branntwein sehr bedeutend.
Hierzu muß man noch die Lagerungskosten selbst und
den Zins für Kapitalaufwand usw. rechnen. Es ergibt sich
infolgedessen, daß nach zehnjährigem Lagern der Ge-
stehungspreis eines Weindestillats mehr wie doppelt so hoch
ist, wie derjenige, den dasselbe bei der Einlagerung hatte.
Infolgedessen ist für die Beurteilung des Wertes eines
Branntwein das Alter oft von größerer Bedeutung wie die
Differenz im Wert des Rohmaterials.
Die vorstehend angeführten Versuche mit deutschem
Weindestillat aus Naturweinen, in größerem Maßstab ausge
führt, haben meine Behauptungen bestätigt.
Jeder Wein hat durch die Bodenbeschaffenheit und
das Klima, in dem er gewachsen, seine Eigenart und wird
bei gleichmäßig sachgemäßer Behandlung und Lagerung sich
demgemäß verschieden entwickeln, sodaß das Bouquet ein
anderes wird, selbst wenn dieselbe Traubengattung in ver
schiedenen Gegenden angebaut worden. Eine solche Eigen
art im Bouquet können wir sowohl in den Weißweinen Frank
reichs wie Deutschlands konstatieren. Niemand wird aber
zu behaupten wagen, daß die Weißweine Frankreichs besser
seien wie diejenigen des Rheingaues. Trotz des verschieden
artigen Bouquets gibt es für beide Liebhaber. Eine gleiche
Eigenart ist auch zwischen den Weindestillaten zu kon
statieren. Das Aroma des Weindestillats aus deutschen
Weinen ist, wenn auch anders geartet, so doch nicht minder
voll und fein wie dasjenige aus den Charenteweinen.