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schafft werden kann. Deshalb muß bei Auswahl der Tabaksorten
berücksichtigt werden, ob der Lagerbestand die Fabrikation des
neuen Produktes auf längere Zeit hinaus gestatten ,wird, respektive
muß beim Rohtabakhändler angefragt werden, ob die in Betracht
kommenden Tabake noch lange in gleicher Qualität nachgeliefert
werden können.
Sind alle diese Erfordernisse erfüllt, so werden die neuen
Mischungen, die bei manchen Zigaretten aus dreißig bis vierzig
verschiedenen Tabakarten bestehen, erst im kleinen praktisch ge
nauer erprobt. Mit besonders zu diesem Zwecke konstruierten
Miniaturschneidemaschinen wird ein kleines Quantum der zur Mi
schung erwählten Tabakblätter geschnitten und dann daraus eine
Anzahl von Probezigaretten angefertigt, die von den maßgebenden
Faktoren des Betriebes geraucht und beurteilt werden. Ist man
der Meinung, daß das Fabrikat noch nicht den gestellten Anforde
rungen entspreche, so werden die Proben weiter fortgesetzt. Ein
zelne Tabaksorten werden aus der Mischung weggelassen, andere
hinzugesetzt. Glaubt man endlich das Richtige getroffen zu haben,
so wird nunmehr mit der Fabrikation im großen begonnen.
Wir schreiten jetzt zur Betrachtung der einzelnen Be
triebsabteilungen, in denen sich die verschiedenen Teile des
Produktionsprozesses abspielen. Hierbei ist noch zu bemerken,
daß je größer der Betrieb, desto größer auch die Arbeitsteilung ist.
In mittleren und kleineren Betrieben dagegen werden infolge der
beschränkteren Verhältnisse mehr oder weniger Funktionen, für
deren Verrichtung in größeren Betrieben jeweils besondere Arbeits
kräfte bestellt sind, von nur einer Person versehen.
C. Das Entblättern, Sortieren und Schneiden des Tabaks.
Wie wir weiter oben gesehen haben, lagert der vom Fabri
kanten angekaufte Tabak weiter unter Zollverschluß im amtlichen
Zollager. Von hier läßt der Fabrikant, um Zinsverluste zu ver
meiden, jeweils nur ein so großes Quantum abholen, als es sein
Bedarf für die nächsten zwei bis vier Wochen voraussichtlich er
fordern wird. Sind die Tabakballen in der Fabrik angekommen,
so werden sie zunächst in gut ventilierten Räumen gelagert. Sollen
sie dann zur Fabrikation Verwendung finden, so werden sie zuerst
Frauen übergeben, welche die in den Tabakballen fest zusammen
gepreßten Blätter voneinander zu lösen haben. Bei dieser Arbeit,
dem sogenannten „Entblättern“ oder „Aufreißen“, werden