Full text: Die obligatorische Krankenversicherung

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DRITTER TEIL 
Festsetzung der Beiträge oder der Leistungen in Frage kommen, 
endlich je nach den Bestimmungen über die Mitgliedschaft der 
Versicherten bei verschiedenen Versicherungsträgern. Es kann von 
der Aufstellung eines allgemeinen Schemas, selbst nur in grossen 
Zügen, nicht die Rede sein. Man ist nur auf KEinzelheiten 
angewiesen. Wir beschränken uns daher auf die Darlegungen, die 
uns unentbehrlich erscheinen, um zu einer genauen Auslegung der 
Finanzeinrichtungen der Versicherung in den verschiedenen 
Ländern zu gelangen. Wir machen zuerst die hauptsächlichen 
Quellen für die Erkenntnis der Ursachen und Häufigkeit der 
Erscheinung „Krankheit“ vom Standpunkt der Versicherung aus 
kenntlich. Indem wir sodann je nach Erfordernis die einfachsten 
bevölkerungsstatistischen und wirtschaftlichen Angaben als 
bekannt voraussetzen, zeigen wir, wie sie bei der Bewertung der 
Kosten des Risikos und bei der Aufstellung des Tarifs in Ansatz zu 
bringen sind. 
$ 3. — Die Krankheitsfaktoren. Die Erkrankungshäufigkeit 
FAKTOREN DER KRANKHEIT 
Die wesentlichen Faktoren der Krankheit sind, wenn man sich 
auf diejenigen beschränkt, die zugleich genügend breiten und 
genügend gleichmässigen Gruppen als Unterlagen für statistische 
Studien. gemeinsam sein können, das Alter, das Geschlecht, die Art 
der Beschäftigung und die Umgebung (Klima, Leben in der Stadt, 
Leben auf dem Land). Man kann praktisch hinsichtlich des Erkran- 
kungsrisikos gleichmässig zusammengesetzt jede Gruppe be- 
trachten, die sich über einen Personenkreis erstreckt, für den diese 
Merkmale ungefähr identisch sind. Von diesen Faktoren ist das 
Alter derjenige, über dessen Einfluss man tatsächlich am schlech- 
jesten unterrichtet ist. Die Beobachtung über die Erkrankungen 
der Frauen sind weit weniger zahlreich wie diejenigen über die 
Erkrankung der Männer und führen nicht zu Ergebnissen gleichen 
Annäherungsgrades, Das Studium der Berufserkrankungen wird 
durch die wohlbekannten Hindernisse beeinträchtigt, die allen 
statistischen Arbeiten gemeinsam sind, bei denen der Beruf als 
Unterscheidungsmerkmal in Betracht kommt: Schwierigkeiten. 
für die Berufe genügend breite und genügend genaue Begriffsbestim 
mungen zu haben, die von einem Gebiet zum andern, von einem 
Land zum andern noch vergleichbar bleiben - die Schwierigkeit. dem
	        
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