Full text : Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

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gestapelt  und  verhandelt.  Da  der  Frost  erst  im  Frühjahr  wieder  aus--
  ist  ein  Verderben  ausgeschlossen.  Ein  gestallt  wird  dort  im
ir^ß  S ^-  ^erhaupt  kein  Vieh.  Das  zur  Nachzucht  bestimmte  Vieh
s,ch  im  Winter  bei  wenig  Nahrung  kümmerlich  durchhelfen,
pj  deutschen  Fabriken  können,  selbst  im  Februar  noch,  bestes
eisch  von  Weidevieh  dort  erhalten.  Der  Viehreichtum  ist  in  jenen
.  lclen  50  groß,  daß  nicht  einmal  während  des  russisch-japanischen
.  r ' e g es  der  Preis  stieg.  Charakteristisch  ist,  daß  in  Rußland,  ben
  ich  Westsibirien  seit  längerer  Zeit  eine  ebenso  strenge  und
Essige  Fleischbeschau  besteht  wie  in  Deutschland.  Wenn  z.  B.
wird  m  61nem  ^  ran sport-Eisenbahnwagen  nur  ein  Stück  Fleisch  gefunden
wird'  mit  dem  blauen  Regierungsstempel  versehen  ist,  so
aus  disziplinären  Gründen  der  ganze  Inhalt  des  Wagens  vernichtet,
äk  11  ^ en  Moldauniederungen  Rumäniens  liegen  die  Verhältnisse
Fl  •  C  Auch  hier  besteht  seit  langer  Zeit  ein  streng  durchgeführtes
^l^^^^schaugesetz,  das  für  die  Ausfuhr  nur  erstklassiges  Fleisch
.  '  , J  '  Auch  dänisches  Fleisch  wird  von  den  Fabriken  viel  verl
  ..  eL-  Die  Rinder  werden  in  Dänemark  in  staatlichen  Schlacht-^
  usern  geschlachtet  und  in  Hälften  und  Vierteln,  in  Fleischtransport-2
 oH^ n  his  auf  den  Hamburger  Schlachthof  befördert,  dort  verund
  untersucht.  Das  frische  dänische  Fleisch  wird  nach  Vierteln
e m  Vorderviertel  kosteten  im  Herbst  1904  der  Zentner
43  M.  während  Hinterviertel  10  M.  teurer  sind.
F  k  .  Dozüglich  des  für  die  deutsche  Armee  und  Marine  von  einigen
z -  B.  Walter  Binz  in  Hamburg  und  Eckardt  &  Streithorst
zu  * SSetl  hergestellten  Corned  beef  gilt  indessen  die  Vorschrift,  daß
älte S6lner  ^ erste h ull g  nur  Rinder  deutschen  Ursprungs,  die  nicht
jj  r  a * s  7  Jahre  sind,  verwendet  werden  dürfen.  Das  Vieh  muß  in
Fabriken  unter  Aufsicht  von  Intendanturbeamten  geschlachtet
^  e n.  Für  dieses  ausgesucht  gute  Fleisch  mußten  von  den  Fabriken
65  M.  per  Zentner  im  Herbst  1904  bezahlt  werden.  Die  Militär-A
  annever  waltun  een  bezahlten  wiederum  auch  für  dieses  Produkt
gUte  Preise.
be  ■  Mauptfabrikationszeit  in  den  deutschen  Dosenfleischfabriken
ginnt  i m  September  und  endet  Anfang  Februar,  da  in  diesen
bis >tlaten  ^ as  h este  Material  zu  beschaffen  ist.  Vom  Anfang  April
Eck' 21 " 11  ^ u ^ ust  ru hen  die  Betriebe  meist  gänzlich.  Die  Firma
i Y r ^ arcJt  &  Streithorst  in  Dissen  beschäftigt  50  —  60  Arbeiter  und
teil  eiter ' nnen i  während  die  übrigen  fünf,  fast  gleich  großen  Fabriken
die  rne  ir ’  te h s  weniger  Leute  beschäftigen.  Die  Löhne  betragen  in
„„  P cl;r ieben  bei  elfstündiger  Arbeitszeit  für  Männer  2.50  —  3  M.
2  M.  pro  Tag.  Außer  Corned  beef  fertigen

Un h  für  Frauen  1.65
            
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